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Tausende demonstrieren nach Chirac-Rede

Nach der Rede von Präsident Jacques Chirac zur Arbeitsrechtsreform haben am Freitagabend in Frankreich Tausende gegen das Gesetz demonstriert.

In Paris nahmen nach Augenzeugenberichten mehrere tausend Menschen, meist Jugendliche, an einem spontanen Protestzug teil. Die Demonstranten verlangten den Rücktritt von Chirac und Premierminister Dominique de Villepin. Einige Demonstranten bewarfen die Sicherheitsbeamten mit Flaschen. Während der Demonstration ging mindestens eine Schaufensterscheibe zu Bruch und mehrere Mistkübel wurden umgeworfen.

Auch in Straßburg, Nancy, Grenoble, Lyon, Bordeaux, Lille, Le Mans, Nantes und Poitiers versammelten sich hunderte Jugendliche zu Protestkundgebungen. Auch dabei kam es vereinzelt zu Ausschreitungen.

Chirac kündigte am Freitagabend an, die seit Wochen immer heftiger von Studenten und Gewerkschaftern bekämpfte Arbeitsrechtsreform unterzeichnen zu wollen. In einer Ansprache an die Nation forderte Chirac gleichzeitig vom Parlament einen neuen „Ersteinstellungsvertrag“ (CPE), um die besonders umstrittenen Punkte auszuräumen. In der Praxis dürfe kein solcher Vertrag in der Arbeitswelt geschlossen werden, der diese Veränderungen nicht berücksichtige, sagte Chirac. Zudem solle Premierminister De Villepin eine „große nationale Debatte“ beginnen, um jungen Arbeitssuchenden zu helfen.

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