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Tannberglauf feiert seine Rückkehr

In neuer Form als Tourenlauf feierte der traditionsreiche Tannberglauf "Auferstehung". Alexander Hug lief einen überlegenen Sieg heraus.
In neuer Form als Tourenlauf feierte der traditionsreiche Tannberglauf "Auferstehung". Alexander Hug lief einen überlegenen Sieg heraus. ©stp

Traditionsreicher Ski-Event wurde jetzt in neuer Form wieder durchgeführt
Warth, Schröcken. Mehr als ein halbes Jahrhundert zählte der Tannberglauf zu den traditionsreichsten Skirennen des Landes. Seit Mitte der 30er Jahre, lange bevor es dort Skilifte gab, wurden am Hochtannberg Skirennen ausgetragen. Pioniere und Olympiasieger
Skipioniere von damals, Skilehrer aus den in dieser Zeit frisch gegründeten Skischulen traten zum sportlichen Wettstreit an. Später waren es dann in erster Linie Nachwuchstalente, aber auch Superstars wie Olympiasieger Hubert Strolz und Kollegen aus dem Weltcup zählten zu den Teilnehmern und Siegern. Riesentorlauf wurde gefahren – am Saloberkopf, wo auch in schneearmen Wintern immer genügend weiße Pracht vorhanden war, um meist am Ende der Saison noch einmal ein Skirennen zu veranstalten.
In den 70er und 80er Jahren fanden hier auch alpine ÖSV-Meisterschaften statt, oder Landesmeisterschaften, wenn anderswo kein Schnee mehr lag. Skirennen, so erinnern sich die älteren Walser, hat es hier sogar noch im Juni (!) gegeben und für Marc Girardelli, den legendären Ingemar Stenmark oder die Wenzel-Geschwister war der Hausberg von Hubert Strolz beliebtes Trainingsgelände. Nach Abschluss der Weltcupsaison fanden sich zahlreiche Stars ein, um Materialtests durchzuführen.
Eine neue Form des Rennens
Kehrseite der Medaille: zuletzt war der Tannberglauf in Vergessenheit geraten, die immer aufwendigere Organisation war nicht mehr zu bewältigen. Bis heuer! Der Tannberglauf feierte 75 Jahre nach seiner Gründung “Auferstehung”. Nicht mehr als Riesentorlauf, sondern als Tourenevent. Knapp 1000 Höhenmeter waren zu bewältigen, von Warth aus mit Fellen zum Steinmändle, hinunter auf die Jägeralpe und noch einmal hoch an den Fuß des Karhorns und zurück zum Start.
Geblieben ist der Termin – Ende der Saison, wenn auf anderen Skipisten des Landes im wahrsten Sinne des Wortes schon Himmelschlüssel und andere Frühlingsblumen blühen.
Abschluss einer Rennserie
Und der Tannberglauf war heuer nicht nur ein Einzelrennen, sondern Abschluss einer internationalen Rennserie, die mit dem Älpelelauf in Schwarzenberg begonnen hat, über den Hochgratlauf in Steibis, das Mondscheinrennen in Laterns, den Guntenlauf in Dornbirn, die Niedere in Andelsbuch und das Diabolorace in Vandans an den Hochtannberg führte, wo es jetzt um Tages- und Gesamtsieg ging.
Tagesbestzeit erzielte dabei Alexander Hug aus Sargans vor Toni Steurer aus Oberstaufen und Johannes Graf aus Dornbirn, der sich damit den Gesamtsieg vor Steurer und dem Mellauer Lothar Natter (am Tannberg auf Rang 5) sicherte.
Bei den Frauen war Andrea Hollenstein aus Dornbirn vor Martina Senn aus Sevelen/CH und Alexandra Kohler aus Steifenhofen/D erfolgreich. Dies war auch die Reihung in der Gesamtwertung. Einträchtig Hand in Hand durchliefen Jodok Feuerstein aus Bizau, Richard Ennemoser aus Schnepfau und Mathias Gorbach aus Wolfurt zeitgleich das Ziel in Warth und belegten in dieser Reihenfolge auch die ersten drei Plätze der Gesamtwertung. VN-STP

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