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Tamagotchi extreme: The Maw 360

Fressen oder Gefressen werden, das ist hier die Frage.
Fressen oder Gefressen werden, das ist hier die Frage. ©Waibel
Oft kommt es ja nicht vor, dass ich von einem Live Arcade Game berichte. Das Spielprinzip von „The Maw“ ist aber gleichermaßen spaßig wie ansprechend und eine Ausnahme für sich.  

Nicht umsonst wurde der kostenpflichtige Download in Form eines sogenannten Arcade-Games mit höchsten Auszeichnungen in Innovatitvität geehrt. Und zu einem der besten Arcadegames aller Zeiten gekürt. Für nur wenige MS Points bekommt man mehr Spielspaß als in so manchem Vollpreistitel. Das ungewöhnliche Spiel ist am ehesten in die Kategorie „3D Jump and Run” einzuordnen.

Nach dem erstaunlich flotten Download findet man sich in Person eines kleinen Alien auf einem Raumschiff als Gefangener wieder. Gemeinsam mit anderen zum Teil obskuren Kreaturen. Mit dabei und besonders gut gesichert: Eine lila Kugel mit Maul und Augen, eigentlich ganz knuffig aussehend. Doch die Knuddelkugel hat´s faustdick hinter den nicht vorhandenen Löffeln. Doch keine Zeit für philosophische Denkansätze, das Schiff beginnt zu trudeln und stürzt auf einen Planeten. Nach dem Aufprall die Begegnung der unheimlichen Art: Als Leidensgenossen schließt sich The Maw dem Spieler an, der den Knäuel an einer Art Energieleine spazieren führt.
Eingangs hat man nicht das Gefühl, als ob der Alien-Schnuffi zu irgendetwas nutze wäre, versteckt er sich doch gleich einmal vor einem kuriosen Vogel hinter dem nächstbesten Stein. Doch nachdem man den mit Energieblitzen um sich werfenden Federviech den Garaus gemacht hat, offenbart sich die Stärke des Maw: Er frisst den darniederliegenden Gegner mit einem Haps und verwandelt sich zur großen Überraschung in eine neue Form mit neuen Fähigkeiten, die jenen des Vogels entsprechen. Einige Appetithappen wächst die lila Kugel in einer kleinen Zwischensequenz in eine gar nicht mehr so handliche Größe an.

Mit diesen wenigen Sätzen wäre das eingängige Spielprinzip von „The Maw” eigentlich schon erklärt. Man zieht mit dem Weltenfresser an der kurzen Energieleine von Level zu Level, lässt die Kugel sich sattfressen und sucht nach Auswegen aus den Leveln. Dabei müssen jeweils die Spezialfähigkeiten besonderer Bossgegner des Levels genutzt werden, die Maw nach dem Fressen derselbigen akquiriert. Überhaupt dreht es sich in den Leveln im wesentlichen darum, „The Maw” Dinge zu zeigen, die er fressen oder zerstören kann, der kleine Alien selbst ist relativ wehrlos.

 
Im späteren Verlauf müssen dann die Fähigkeiten mehrerer im Level befindlicher Bosse kombiniert werden, um den Ausgang zu erreichen. Die lila Kugel lernt dabei fliegen oder ballert sich wie in einem kurzweiligen Actiontitel durch die Gegnermassen. Dabei steht man dem gefräßigen Begleiter mit der Energieleine zur Seite, in dem man damit fallweise auch Objekte bewegt.
Technisch ist „The Maw” solide, aber nicht wirklich Next Gen. Die hübsche bunte Grafik lädt zum Verweilen ein, der Begleitsound ist stimmig, die Musik wiederholt sich leider recht bald. Punkten kann der Arcade-Titel vor allem durch sein Spielprinzip welches eine interessante Kombination aus anderen Spielen darstellt.

Fazit:
Wer ein kurzweiliges Geschicklichkeitsspiel mit Action-Anleihen und einem besonderen Coolnessfaktor sucht, ist bei „The Maw” an der richtigen Adresse. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht allzu hoch, aber leider sehen geübte Spieler schon recht bald den Abspann. Aus meiner Sicht verdient Die Alienhatz aber einen besonderen Award für Originalität. Außerdem sollen weitere Updates das Spielprinzip weiterführen. Wer an „The Maw” vorbeigeht, verpasst definitiv einen der witzigsten Live-Arcadetitel dieser Zeit. Der Download für schmales Geld lohnt!

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