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"Tageswagen" erleben Boom

Bregenz - 24.563 der im ersten Halbjahr 2007 österreichweit neu zugelassenen 164.581 Autos hatten einen "Schönheitsfehler": Sie verkörperten so genannte Kurzzulassungen.

Besser bekannt sind diese unter dem Begriff „Tageswagen“, mit denen die Branche in Zeiten flauen Geschäfts die Statistiken „frisiert“. Laut Manfred Ellensohn, Gremialchef des Kfz-Handels im Bundesland, ist „diese Strategie in Vorarlberg deutlich unterentwickelt, im Gegensatz zu den Standorten der Importzentralen oder von großen Volumenshändlern, speziell in Linz, Wien und Graz“.

Dieses kurzfristige An- und Wiederabmelden sei zwar bei Marken, die gerade – vielleicht modellpolitikbedingt – schwächere Zulassungsphasen durchleben, „verständlich, weil keine mit dickem Zulassungsminus vom Konsumenten wahrgenommen werden will“ (Ellensohn). Letztlich seien Kurzzulassungen aber „ein Unsinn, da sie Probleme nur verschieben“. Solche Kurzzulassungen können bis zu 7, 30, 60 oder 90 Tage dauern.

Renato Schneider, Geschäftsführer von Autohaus Strolz in Bregenz, berichtete auf Anfrage nur von „Einzelfällen, indem wir für unseren Kundenstock Fahrzeuge zum Präsentieren, Probefahren und als Ersatzautos bereit halten (müssen)“. Als Zulassungsführer habe es VW/Audi „nicht nötig, Absatzzahlen zu schönen“, auch sei man vom Importeur her straff organisiert.

Beim Mini sei die Kurzzulassung „überhaupt kein Thema“, bei BMW gebe es eine im Schnitt drei Monate währende „Behaltedauer auf Vorführwagen“, erläuterte Geschäftsführer Markus Spiegel von BMW Unterberger-Schifferer in Dornbirn. Aber auch das sei „eine einstellige Zahl bezogen aufs Jahr“. Auch Mag. Christoph Gerster vom gleichnamigen Dornbirner Autohaus verneinte entschieden, die „Kurzzulassung zur Umsatz- oder Marktanteilsschönung zu missbrauchen“. Sehr wohl eigne sich diese Taktik jedoch „in Einzelfällen“, um Kunden zu einem preislich vergünstigten Modell Zugang zu verschaffen, differenzierte der Opel-Mann.

Generell verwenden Händler die Kurzzulassung auch gern, um mit dem Importeur vereinbarte Bonus-Zahlungen zu lukrieren: Wenn’s für 100 verkaufte Neuwagen einen schönen Bonus gibt, wird keiner die 98 tatsächlich verkauften an die Zentrale melden, sondern eben 2 Autos „kurzzulassen“ und die Prämie für 100 einstreifen.

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