Vorarlberg: Tabakmuseum öffnete in Frastanz die Türen

Das Tabakmuseum begeisterte die geladenen Gäste zur Eröffnungsfeier.
Das Tabakmuseum begeisterte die geladenen Gäste zur Eröffnungsfeier. ©Henning Heilmann
Frastanz (he). - Fast 150 Jahre lang war Tabak eine wichtige Einnahmequelle in Frastanz und „Tabacco di Frastanza“ heißbegehrt. Nach der Eröffnungsfeier ist das neue Tabakmuseum in der Vorarlberger Museumswelt bei der „Langen Nacht der Museen“ am 07. Oktober 2017 erstmals öffentlich zugänglich.
Neues Tabakmuseum in Frastanz lädt zur Entdeckung ein

Um 1700 herum haben Frastanzer Wanderarbeiter Tabakpflanzen aus dem Elsaß nach Frastanz gebracht und erfolgreich angebaut. Fast 150 Jahre lang war Tabak eine wichtige Einnahmequelle für viele Familien und der „Tabacco di Frastanza“ sowie der „Tabacco Mariexa“ wurde sogar in Italien und Frankreich geraucht.

„Es war Harald Ludescher, der diesen interessanten Teil der Frastanzer Geschichte im Jahr 2002 wieder in Erinnerung rief“, betonte Bürgermeister Eugen Gabriel bei der Begrüßung der Gäste zur Eröffnung des Tabakmuseums. Schon damals hatte der Altbürgermeister eine erste Ausstellung mit Tabakutensilien organisiert.

Historie in Szene gesetzt

Ziervolle historische Pfeifen und Schnupftabakdosen, Kautabakutensilien und mehr: In der Vorarlberger Museumswelt in der Energiefabrik an der Samina in Frastanz haben die von den Kuratoren Dr. Sabine Fellner und Mag. Georg Thiel ausgewählten wertvollen Gegenstände und Gemälde nun eine dauerhafte Heimat gefunden. Mit audiovisuellen Elementen und Erläuterungen aufregend in Szene gesetzt, wird die Tabakgeschichte lebendig und sogar eine frühere „Vorsteherstube“ ist eingerichtet.

Konzipiert und gestaltet wurde das neue Tabakmuseum federführend von DI Ursula Ender. Die Nüziger Architektin richtete ihren Dank an den Grafiker Martin Caldonazzi, an Altbürgermeister Harald Ludescher und die ehrenamtlichen „Heinzelmännchen“ des Vereins Museumswelt für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Umsetzung. Auch bei den beteiligten Handwerksbetrieben bedankte sich Ender. Vom Land Vorarlberg dankte und gratulierte der Leiter der Kulturabteilung, Winfried Nußbaummüller. Als Präsident der Museumswelt bedankte sich Manfred Morscher  bei den vielen Unterstützern, der Marktgemeinde, dem Land, den E-Werken und Manfred Rützler.

Gemeindearchivar und Historiker Thomas Welte gab einen interessanten Einblick in die Frastanzer Tabakgeschichte. Während noch 1811 im Dorf 290 Zentner Tabak geerntet wurden, setzte 1828 die Einführung des Tabakmonopols und der Beginn der Textilindustrie ab 1830 dem Frastanzer Tabakanbau den Todesstoß. Einmal noch, im Revolutionsjahr 1848, flackerte der Widerstand der Bauern gegen die Obrigkeit auf.

Unter den vielen Gästen weilten auch Vizepräsident a.D. Hubert Gorbach sowie die Bürgermeister aus Schnifis und Düns Anton Mähr und Gerold Mähr. Nach den Ansprachen führte der Gemeindearchivar die Gäste durch das neue Museum.

Das Tabakmuseum öffnet

Zur diesjährigen „Langen Nacht der Museen“ ist das neue Tabakmuseum am Samstag, dem 07. Oktober 2017, ab 18:00 Uhr erstmals öffentlich zugänglich. Regulär ist das Museum Mittwoch und Samstag von 13:00 – 17:00 Uhr geöffnet.

www.museumswelt.com

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