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US-Kampfjets bombardierten offenbar erstmals IS-Miliz von Türkei aus

Gemäßigte Rebellenarmee angeblich auf dem Vormarsch.
Gemäßigte Rebellenarmee angeblich auf dem Vormarsch. ©EPA
US-Kampfjets haben offenbar erstmals bei einem Einsatz von der Türkei aus die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien bombardiert. Die Luftangriffe von der südtürkischen Militärbasis Incirlik aus seien am Mittwoch geflogen worden, teilte das US-Verteidigungsministerium in Washington mit.
US-Luftangriffe von türkischer Basis

Die türkische Regierung widersprach den Angaben und versicherte, es habe sich nicht um einen US-Kampfeinsatz, sondern nur um Aufklärungsflüge gehandelt.

“Heute haben die USA begonnen, bemannte Einsätze gegen den IS von der Luftwaffenbasis Incirlik, Türkei, aus zu fliegen”, sagte die Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums, Elissa Smith. “Luftschläge wurden ausgeführt”, fügte sie hinzu. Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Dogan hoben drei US-Kampfjets am Mittwochabend von Incirlik ab.

IS-Miliz musste zurückweichen

Die regierungsnahe türkische Zeitung “Daily Sabah” meldete am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe, die IS-Miliz habe infolge der US-Kampfangriffe zurückweichen müssen. Kämpfer der gemäßigten Rebellenallianz Freie Syrische Armee (FSA) hätten den IS um zwei Kilometer zurückdrängen können.

Türkei bestreitet Angriffe der US-Kampfjets

Die türkische Regierung bestritt hingegen, dass die US-Kampfjets auch Angriffe geflogen hätten. Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Donnerstag im Fernsehsender Habertürk: “Die US-Flugzeuge, die gestern von Incirlik starteten, haben an keinerlei Operation teilgenommen.” Sie hätten nur Aufklärungsflüge absolviert.

Die Türkei hatte sich lange geweigert, ihre Militärbasis Incirlik für US-Lufteinsätze gegen die IS-Extremisten freizugeben. Ende Juli lenkte Ankara ein und kündigte auch an, selbst Angriffe gegen den IS fliegen zu wollen. Seither wurden aber nur wenige Anti-IS-Angriffe von der Türkei geflogen.

Die US-geführte internationale Koalition war in ihrem Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak zuletzt nicht mehr entscheidend vorangekommen. Für das US-Militär erleichtern die Einsätze von Incirlik aus den Kampf gegen den IS erheblich. Bemannte US-Kampfjets mussten bisher von Flugzeugträgern oder anderen Stützpunkten in der Region aus starten. Seit der Freigabe von Incirlik hatte die US-Armee aus der Türkei nur unbemannte Drohnen zu Einsätzen nach Syrien geschickt.

Der Türkei wurde vorgeworfen, den IS zu dulden

Der Türkei war teils vorgeworfen worden, den IS zu dulden oder sogar zu unterstützen. Nun soll der IS in einem Gebietsstreifen an der türkischen Grenze in Nordsyrien zurückgedrängt werden. Allerdings gibt es hier Meinungsverschiedenheiten zwischen der Türkei und den USA: Ankara spricht von der Schaffung einer Schutzzone, in die syrische Flüchtlinge zurückkehren könnten. Die US-Regierung betont jedoch, es gehe nicht um eine wirkliche Schutzzone. Eine solche Zone müsste sonst vermutlich auch aus der Luft gegen Eindringlinge, womöglich auch gegen syrische Regierungstruppen, geschützt werden.

Bodentruppen nicht geplant, aber nicht ausgeschlossen

Cavusoglu sagte, derzeit plane die Türkei keinen Einsatz von Bodentruppen in Syrien. Für die Zukunft wollte er dies aber nicht ausschließen. Ähnlich hatte sich kürzlich auch Ministerpräsident Ahmet Davutoglu geäußert.

“Derzeit gehen wir nicht vom Einsatz von Bodentruppen aus”, sagte Cavusoglu dem Fernsehsender Habertürk. “In der Zukunft sollte allerdings alles getan werden, was für den Kampf gegen den IS nötig ist – ein Bodeneinsatz eingeschlossen.” Dies sei seine persönliche Meinung.

Davutoglu führte am Donnerstag auch die möglicherweise entscheidende Gesprächsrunde mit der Oppositionspartei CHP zur Bildung einer Koalition in Ankara. Sollte keine Koalition zustande kommen, dann könnte es im Herbst Neuwahlen geben. Die regierende islamisch-konservative AKP hatte bei den Wahlen im Juni ihre absolute Mehrheit verloren.

US-Kampfjets starten aus der Türkei gegen den IS

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