Sympathischer Preiskämpfer

Dacia Sandero: So viel nettes nagelneues Auto mit viel Platz für so wenig Geld gab's bisher noch nie.

Der Rumäne mit französischen Eltern kann ein Knüller werden. Als Kreation, die die Zeichen der Zeit verstanden hat. Dafür spricht nicht nur der, aus der Sicht der Mutter Renault, beinahe schon ein wenig bedenkliche Umstand, dass die rumänische Tochter Dacia von ihrem Billig-Erstling Logan weltweit bereits über eine Million Limousinen und MPV verkaufen konnte (besonders viele in Russland und Indien, aber auch in Südamerika). Und jährlich eine beträchtlich höhere Steigerungsrate erzielt als das Mutterhaus.

Für die optimistische Einschätzung des brandneuen Produkts, dem wir dieser Tage eingehend auf den Zahn fühlen konnten, gibt es eine ganze Fülle handfester Gründe. Hauptgrund: das überzeugende Preis-Leistungs-Verhältnis. Ab 7.990 Euro bekommt man bei Dacia ein solides Auto, dessen Hauptkonkurrenten, VW Polo, Skoda Fabia, Peugeot 207, Opel Corsa, Fiat Grande Punto oder Renault Clio, doch um vieles mehr kosten.

Echt gefällig

Der Rumäne mit Renault-Technik ist zwar kein 5000-Euro-Erzeugnis und schon gar kein indischer Tata Billigst-Nano, dafür aber ein durchaus fescher Fünftürer mit mehr als passablen Fahrleistungen und überraschend hohem Fahrkomfort. Ein Designkunstwerk muss man sich nicht erwarten von einem “Business-Modell”, das auch und vor allem in Entwicklungsländern Erfolg haben soll. Ein gefälliges Auto, das in die Zeit passt und das durchaus nicht ärmlich wirkt, ist es hingegen schon geworden.

Die Designer rund um Patrick LeQuement haben sich ganz ordentlich ins Zeug gelegt, um ihren rumänischen Schützling nicht einfach dem Logan nachzuempfinden, sondern ein völlig neues Auto zu gestalten, das, inklusive neuem Logo, nunmehr das Dacia-Modellprogramm praktisch verdoppelt. Zu einem Einstiegspreis, der dem entspricht, was man für die High-tech-Bremsanlage eines bekannten deutschen Premium-Modells hinblättern muss.

Ansprechende Werte

Den Sandero (ein klingendes Kunstwort ohne weitere Bedeutung) gibt`s ab sofort. Zur Wahl stehen vorerst zwei bewährte Renault-Benziner (1,4 und 1,6 Liter, 75 und 87 PS), von denen wir der kleineren, sparsameren und laufruhiger wirkenden Kraftquelle den Vorzug geben würden. Beide liefern ansprechende Beschleunigungswerte: 13,0 bzw. 11,5 Sekunden auf 100 km/h und Endgeschwindigkeiten von für entspanntes Fahren locker ausreichenden 161 bzw. 174 km/h. Ab 2009 kann der Sandero auch mit einem Commonrail-Turbodiesel 1,5 dCi mit 68 oder 86 PS aufwarten.

Wer zwischen 10.000 und 11.000 Euro investieren kann, bekommt mit dem “Laureate” das geradezu luxuriös ausgestattete Topmodell des Sandero, auf Wunsch sogar mit fescher Schutzbeplankung im Offroad-Look. Ein Schnäppchen dieser Franko-Rumäne.

Mehr dazu im Internet unter www.dacia.at.

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