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SW: "Wer bringt 100 Mio. Euro?"

SW Bregenz-Präsident Grill könnte bald einen neuen Hauptsponsor präsentieren - statt Casino. Das und mehr gab es beim SW-Sportstammtisch zu hören. Das Klubheim des Bundesliga-Letzten platzte jedenfalls aus allen Nähten.

Moderator Thomas Bergert zum: „Ich gehe davon aus, dass hier nur Leute sind, die für SW Bregenz das Gute wollen.“ Nachsatz: „Alle wollen, dass Bregenz in eine positvie Zukunft blickt!“

Für Abstieg gerüstet

Hans Grill ließ sich nicht lange bitten, verwies auf eine schlagkräftige Truppe, die im Falle eines Abstiegs aufgestellt werde. Laut Manager Josef Kaiser besitzen alle jungen Spieler wie Bolter, Hauser oder Baldauf einen gültigen Vertrag auch für die zweite Liga. Verjans und Ensrud sollen bereit sein, in der zweiten Spielklasse anzutreten, Awudu soll nun tatsächlich kommende Woche in Bregenz eintreffen. Mit Mathias Nagel soll eine Vertragsverlängerung erzielt werden, mit der Admira habe man sich im Fall Ziervogel weiterhin angenähert.

Über das Präsidentenamt wollte Bregenz-Oberhaupt Hans Grill keine Worte verlieren, nur soviel: „Ich lasse niemanden im Stich.“ Nachsatz: „Am liebsten wäre es mir, wenn einer kommt, der uns 100 Millionen bringt.“ Mit Casino-Chef Leo Wallner will Grill am Mittwoch ein weiteres Gespräch führen, „aber wir hätten schon einen anderen an der Hand“, ließ er wissen. Gerüchten zufolge soll es sich um einen potenten Geldgeber aus Vorarlberg handeln.

Auf die Frage, warum Nagel erst seit zwei Spielen im Tor stehe, meinte Trainer Roland Kornexl, dass man Almir Tolja aufgrund des „Wettskandals“ nicht ins Abseits stellen wollte. Nach zwei groben Patzern des Bosniers sei der Zeitpunkt der Ablöse gekommen. Würde sich der „Wettskandal“, der heute vor dem Landesgericht Feldkirch verhandelt wird, bestätigen, wurden Stimmen im Klubheim laut, das Geld für die Eintrittskarten zurückzufordern.

Wissen, wer wir sind

Die sportliche Misere begann freilich vorher, vor Saisonbeginn, als schon zahlreiche Versäumnisse zutage traten. „Wir müssen wissen, wer wir sind“, so Kornexl. Kämpfen und Laufen alleine reiche eben auch nicht. Die fünf Herren auf dem Podium, „die die geballte Kompetenz des Vereins präsentieren“ (Bergert), stellten sich allesamt ruhig den Fragen, mit neuen Antworten warteten sie vor einem sehr geduldigen Publikum kaum auf.

Allerdings: Dass Regi van Acker ging, schob Grill allein dem Ex-Trainer in die Schuhe: „Er hat gesehen, dass die Spieler, die er geholt hat, nicht das brachten, was er von ihnen erwartet hat“.

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