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SVP kann Mandatszahl in Südtirol halten

Bei der Südtiroler Landtagswahl hat die Südtiroler Volkspartei erlittene Verluste durch massive Gewinne in anderen Orten wieder wettmachen können.

Nach dem am Montagabend feststehenden vorläufigen Endergebnis kam sie auf 55,6 Prozent (1998: 56,6 Prozent).

Dies sind durch ein hauchdünn abgesichertes Reststimmenmandat wie bisher 21 der 35 Landtagssitze. SVP-Spitzenkandidat, Landeshauptmann Luis Durnwalder erreichte mit rund 109.000 Vorzugsstimmen ein neues Rekordergebnis.

Ursprünglich hatten sich in vorwiegend kleineren Gemeinden starke Verluste der SVP zu Gunsten von Grünen, Freiheitlichen und Union abgezeichnet. In Orten mit ladinischer Mehrheit gingen die SVP- Gewinne auf Kosten der Ladinerpartei „Ladins“, die nicht mehr im Landtag vertreten ist. Stark punkten konnte die Sammelpartei offenbar auch bei den Italienern. In Orten mit klarer Mehrheit der Italiener gab es SVP-Gewinne.

Überraschend gut schnitten die Freiheitlichen ab, die um 2,5 Prozentpunkte auf fünf Prozent verdoppelten und ihren Mandatsstand auf zwei erhöhten. Die Union legte um 1,3 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent zu. Die Grünen stiegen um 1,4 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent an. Sie haben in Zukunft drei anstatt zwei Abgeordnete, die zum ersten Mal alle der deutschen Sprachgruppe angehören.

Bei den italienischen Parteien bleibt Alleanza Nazionale mit 8,4 Prozent trotz eines Verlustes von 1,2 Prozentpunkten die stärkste Kraft. Sie stellt weiter drei Abgeordnete. Forza Italia kam trotz eines aufwendigen und mit ethnischen Themen geführten Wahlkampfes auf 3,4 Prozent und bleibt bei einem Landtagssitz.

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