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Super-G wieder als spektakuläre Ouvertüre in Kitzbühel

Hirscher will in der Kombi Punkte holen
Hirscher will in der Kombi Punkte holen ©APA
Der Super-G ist auch bei der Jubiläums-Ausgabe am Freitag die spektakuläre Ouvertüre der 75. Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Selbst Slalom-Weltmeister Marcel Hirscher stellt sich wegen der Kombination der temporeichen Herausforderung von der Streifalm.
Super-G live ab 11:30 Uhr
Jansrud im Training vorne
Kitzbühel im Hahnenkamm-Fieber
"Rambazamba" in Ktz

Hirscher will gegenüber dem norwegischen Topfavorit Kjetil Jansrud nicht Punkte abgeben will. Die ÖSV-Trümpfe sind Hannes Reichelt und Matthias Mayer.

Reichelt hat im Dezember auf der WM-Strecke in Beaver Creek den Super-G gewonnen und war zuletzt in Gröden Dritter. Abfahrts-Olympiasieger Mayer hat mit Platz zwei beim Saisonstart in Lake Louise seine Qualitäten in der zweitschnellsten Disziplin unter Beweis gestellt. Neben dem zweifachen Saisonsieger Jansrud (Plätze 1-2-1), Reichelt und Mayer haben nur noch Dominik Paris (ITA) und Alexis Pinturault (FRA) und damit insgesamt nur fünf Läufer in den bisher drei Super-G die neun Podestplätze unter sich aufgeteilt.

Eine Favoritenverteilung, die auch am Freitag im letzten Super-G vor der für die Herren am 4. Februar mit diesem Rennen beginnende WM 2015 gegeben sein sollte. “Hannes ist richtig gut in Form und steht sehr gut auf dem Ski. Ich sehe aber insgesamt fünf, sechs große Favoriten”, stellte sich Jansrud auf einen großen Kampf ein.

Jansrud will Punkte gutmachen

Und das nicht nur im Super-G. “Das letzte Wochenende vor der WM ist ein ganz wichtiges”, ist dem in der Gesamtwertung 167 Punkte hinter Hirscher liegenden Norweger bewusst. “Marcel ist für mich in der Kitz-Kombi ein Podest-Favorit, er wird viele Punkte holen. Ich muss also im Super-G und der Abfahrt voll dabei sein.”

Dass er, aber auch Hirscher zuletzt durch Ausfälle Punkte liegen gelassen hatten, sei unvermeidlich. “Aber niemand hofft, dass der andere Fehler macht. Es soll spannend bleiben, das ist auch gut für den Sport.”

Reichelt in Favoritenrolle

Reichelt stand vorbehaltlos zu seiner aktuellen Favoritenrolle. Der aktuelle Lauberhorn-Sieger aus Salzburg fühlt sich im Super-G gleich stark wie in der Abfahrt. Favorit zu sein, erzeuge bei ihm keinen Druck, beteuerte er.

“Im Gegenteil. Je mehr ich gewinne, desto einfacher wird die Sache für mich. Vor allem wenn du weißt, dass du schnell bist”, versicherte der 34-Jährige. “Da bist du lockerer, da habe ich weniger Druck, als wenn ich darum kämpfen muss”, sagte Reichelt und notierte erfreut: “Die Form passt. Und je anspruchsvoller ein Super-G ist, desto stärker bin ich.” Er freute sich auf das “Vorspiel” zur samstägigen Abfahrt. “Ab der Hausbergkante ist der Super-G gleich zäh wie die Abfahrt.”

Auch Abfahrts-Olympiasieger Mayer will es bereits im ersten Kitz-Rennen wissen. “Der Super-G ist mehr als ein Vorspiel. Das ist ein sehr wichtiges Rennen und ich werde probieren, vorne mitzufahren”, meinte der Kärntner und gestand hohe Ziele ein. “Eine silberne Gams hab ich schon daheim, heuer will ich mir eine goldene holen.”

Rennen um WM-Starplätze

Nach Seriensiegen dank Hermann Maier ist Klaus Kröll (2009) der letzte rot-weiß-rote Super-G-Sieger in Kitzbühel. Der Steirer ist mittlerweile in dieser Disziplin aber weit weg. Zwar darf er wegen des erweiterten Kombi-Aufgebotes auch am Freitag starten, der 34-jährige tritt aber in der derzeit auf dem Papier stärksten ÖSV-Herren-Disziplin an. Mit Reichelt (1.), Mayer (2.), Otmar Striedinger und Vincent Kriechmayr (jeweils 4.), Max Franz (5.), Georg Streitberger (6.) und Romed Baumann (8.) hatten vor dem letzten Super-G vor der WM gleich sieben ÖSV-Läufer Top-Acht-Platzierungen zu Buche stehen.

Damit steht wohl jetzt schon fest, dass es in Colorado eine Qualifikation geben wird. Kitzbühel ist aber eine gute Gelegenheit, sich noch im Vorfeld eine gute Position zu sichern. “Die Athleten versuchen sich bei jedem Rennen in die WM-Mannschaft zu fahren. Sie können aber alle mit dem Druck gut umgehen”, ist Herrenchef Andreas Puelacher überzeugt.

Der Tiroler hat mit dem aktuellen Speed-Team viel Freude. “Ich bin überzeugt von dieser Mannschaft und derzeit ist noch überhaupt keiner weg vom WM-Zug”, machte Puelacher Kröll und Co. Hoffnung. “Es kann sich immer noch jeder qualifizieren. Wir müssen abwarten, bis Kitzbühel vorbei ist.” Die Empfehlung des Chefcoaches lautet, die WM in Colorado auszublenden. “Sie sollen sich auf’s Skifahren konzentrieren und locker drauflos pfeifen.”

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