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Südtiroler Freiheitliche bedauern fehlende Mehrheit für "Doppelpass"

Freiheitliche Kritik am "Abwälzen des Themas ... auf Ebene der Europaregion".
Freiheitliche Kritik am "Abwälzen des Themas ... auf Ebene der Europaregion". ©VOL.AT/Beate Rhomberg (Archivbild)
Die Südtiroler Freiheitlichen kritisieren das mögliche Nein des Südtirol-Unterausschusses im österreichischen Parlament, der am Dienstag aller Voraussicht nach eine negative Empfehlung für die doppelte Staatsbürgerschaft abgeben wird. Der Freiheitliche Generalsekretär Simon Auer bedauerte in einer Aussendung am Freitag das Abwälzen des Themas auf die Ebene der Europaregion.

Seit Jahren hänge dieses Thema in der Luft und die Bevölkerung in Südtirol erwarte sich konkrete Schritte, die das Band zum Heimatland stärken, meinte Auer. Es fehle der politische Wille zur Umsetzung der doppelten Staatsbürgerschaft.

Keine Doppelstaatsbürgerschaften in Österreich

Ausschussvorsitzender, Abg. Hermann Gahr (ÖVP) berichtete in der Freitagausgabe der Tiroler Tageszeitung (TT), dass massive verfassungs- und europarechtliche Bedenken bestünden und mit der Doppelstaatsbürgerschaft das grundsätzliche System der Staatsbürgerschaften in Österreich geändert werden müsse. Er, Gahr, verstehe die Beweggründe der Südtiroler, mit der österreichischen Staatsbürgerschaft die Bande zum Vaterland zu stärken. Unabhängig von einer formellen Empfehlung an den außenpolitischen Ausschuss stehe für Gahr jedenfalls fest, “dass die Doppelstaatsbürgerschaft so rasch nicht kommen wird”.

“Freistaat oder Beitritt zu Republik Österreich”

“Pure Visionslosigkeit” ortete der Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger in den Aussagen von Gahr. Die Europaregion sei unzulänglich. Es brauche echte Maßnahmen, “damit der nördliche und südliche Landesteil enger zusammenwächst”. Ob Freistaat oder Beitritt zur Republik Österreich hätten die Südtiroler selbst zu entscheiden. Der Verbleib bei Rom sei die denkbar schlechteste Variante, sowohl wirtschaftlich als auch aus Gründen der zunehmenden Gefährdung des Autonomiestatus, meinte Abwerzger.

(APA)

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