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Südkorea betont Recht auf Atomforschung

Das wegen nicht erklärter Atomexperimente in die Kritik geratene Südkorea hat auf sein Recht gepocht, auch in Zukunft Atom-Forschung betreiben zu dürfen. An der Entwicklung und am Besitz von Atomwaffen sei Seoul jedoch nicht interessiert.

Dies erklärte der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Wiedervereinigungsminister Chung Dong-Young, am Samstag nach einem Treffen des Rats.

Das Land werde sich strikt an die Vereinbarungen halten, die eine Kooperation mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) bei allen sensiblen Experimenten verlangen, betonte Chung, der bei der Pressekonferenz von weiteren Ministern begleitet wurde. Südkorea gehört zu den Unterzeichnern des Atomwaffensperrvertrages. Der Sicherheitsrat hatte getagt, nachdem die IAEO sich besorgt darüber geäußert hatte, dass Wissenschaftler in Südkorea mit der Anreicherung von Uran und der Separierung von Plutonium experimentiert hatten. Eine Entscheidung, welche Folgen das hat, will die IAEO im November treffen. Möglich ist ein Bericht an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNO), was Südkorea natürlich nicht will.

Politisch haben diese angeblich ohne Wissen der Regierung von übereifrigen Wissenschaftlern betriebenen Experimente negative Folgen für den andauernden Atomstreit mit dem kommunistischen Nachbarland Nordkorea: Dessen Regierung hat bereits erklärt, so lange die Bedeutung der südkoreanischen Atomexperimente nicht lückenlos dargelegt sei, komme eine neue Runde der Atomgespräche, an denen sich außer Südkorea die USA, Japan, Russland und China beteiligen, nicht in Betracht.

Auch Nordkorea steht in dem Verdacht, unter dem Deckmantel der Energiegewinnung heimlich die Entwicklung von Atomwaffen vorzubereiten. Am Sonntag werden in Südkorea Experten der IAEO zu Sondierungen über den technologischen Stand der Nuklearforschung erwartet.

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