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Sudan schließt Grenzen zu Libyen

Der Sudan wird ab Juli seine Grenzen zu Libyen schließen. Das Innenministerium in Khartum begründete diesen Schritt mit Sicherheitsproblemen und Überfällen im Grenzgebiet, berichtete die Zeitung "Sudan Tribune" am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe. Zum Schutz der Bürger beider Staaten müsse die Grenze geschlossen bleiben, bis Armee, Polizei und Grenztruppen neu strukturiert seien und mehr Sicherheit garantieren könnten, hieß es.

Zwischen Libyen und dem Sudan hatte es in den vergangenen Wochen diplomatische Spannungen gegeben, weil Tripolis sich weigert, den Rebellenchef Khalil Ibrahim auszuweisen. Ibrahim ist Anführer der “Bewegung Recht und Gerechtigkeit” (JEM), der größten Widerstandsgruppe in der westsudanesischen Konfliktregion Darfur. Die sudanesische Regierung lehnt die Wiederaufnahme der Gespräche mit den Aufständischen ab. Gegen den JEM-Chef hat Khartum bei Interpol die Ausstellung eines internationalen Haftbefehls beantragt. Im Februar war in Katar ein Waffenstillstand für Darfur vereinbart worden, aber Anfang Mai hatte die JEM die Gespräche abgebrochen und dies mit Verletzungen des Waffenstillstands durch die Regierung begründet.

Gegen den sudanesischen Staatschef Omar al-Bashir hatte der Haager Internationale Strafgerichtshof Haftbefehl wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlassen. In der Darfur-Region sind seit 2003 nach UNO-Schätzungen etwa 300.000 Menschen gewaltsam umgekommen. Dort terrorisieren regimetreue arabische Janjaweed-Reitermilizen die ansässige Bevölkerung. 2,5 Millionen Menschen wurden vertrieben, eine Viertelmillion flüchtete in das Nachbarland Tschad. Im Weltsicherheitsrat in New York verhinderte die Vetomacht China eine Verurteilung Khartums. Die Afrikanische Union und die Arabische Liga stärkten Bashir den Rücken.

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