Sudan: Liste mit 30 Namen von Hauptschuldigen

Die sudanesische Regierung hat den Vereinten Nationen eine Liste mit 30 Namen von Milizionären gegeben, die für die Zerstörung von Dörfern und die Misshandlung von Zivilisten verantwortlich sein sollen.

Wie die in Khartum erscheinende Zeitung „Al-Ayyam“ am Sonntag berichtete, sind unter den Beschuldigten auch zwei Polizisten, die zusammen mit den Milizionären Dörfer in Brand gesetzt haben sollen. Zwei Angehörige der Volksverteidigungstruppen, einer Art Regierungsmiliz, sollen wegen Vergewaltigungen in Darfur (Darfour) angeklagt werden.

Die sudanesische Regierung hatte vergangene Woche die Entwaffnung arabischer Milizen in einigen Teilen der Krisenregion Darfur angekündigt. Der UNO-Sicherheitsrat hatte die sudanesische Regierung aufgefordert, die arabischen Milizen innerhalb von 30 Tagen zu entwaffnen, die mit Hilfe der sudanesischen Armee mehr als eine Million Menschen aus ihren Dörfern vertrieben haben. Außerdem forderten die Vereinten Nationen und Menschenrechtsorganisationen, die maßgeblich für die Menschenrechtsverletzungen verantwortlichen Milizionäre dürften nicht ungestraft davonkommen.

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