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Südafrika: Bergleute nach Erdbeben verschüttet

Nach einem Beben der Stärke 5,3 auf der Richterskala sind mehrere Arbeiter einer südafrikanischen Goldmine 2,4 Kilometer unter der Erde gefangen. 26 der 42 Kumpel konnten geborgen werden.

In einem Wettlauf gegen die Zeit versuchten Kollegen, sich den Verschütteten durch die von Geröll blockierten Stollen zu nähern. 24 der 42 Vermissten wurden in der Nacht lebend geborgen, zwei weitere meldeten sich bei den Behörden.

Die Arbeiten, die die ganze Nacht durch andauern sollten, wurden durch neue Erdstöße und Stromausfälle erschwert. Mindestens 23 Bergarbeiter waren bei dem Erdbeben unter Tage verletzt worden. Die 26 geborgenen Kumpel seien lediglich „leicht verletzt und dehydriert“, teilte die Minengesellschaft DRDGold mit.

Insgesamt mussten 3.200 Arbeiter evakuiert werden. Die meisten leben mit ihren Familien in dem Ort Stilfontein, der als Epizentrum des Bebens gilt. Es hatte dort schwere Gebäudeschäden angerichtet. 50 Bewohner wurden nach Rundfunkangaben verletzt, Einkaufszentren, Autos und öffentliche Einrichtungen beschädigt.

Der Ort gehört zum Goldbergbau-Gebiet im weiteren Umfeld von Johannesburg. Im November 2004 hatte es dort ein Beben der Stärke 4,9 gegeben. Ian Saunders vom seismologischen Institut in Pretoria schloss einen Zusammenhang mit dem Bergbau in der Region nicht aus. „Möglicherweise handelt es sich um die Reaktivierung einer bestehenden Bruchlinie“, sagte er.

Die Schächte von Südafrikas Gold-Bergwerke sind zum Teil mehr als drei Kilometer tief. Der Goldbergbau gilt wegen der schwierigen Umstände beim Abbau des Edelmetalls als riskant. Seit Juni 2004 kamen nach Gewerkschaftsangaben 30 Arbeiter unter Tage ums Leben.

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