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Sturm-Manager Goldbrich plant längerfristig mit Foda

Sturm-Graz-General-Manager Gerhard Goldbrich
Sturm-Graz-General-Manager Gerhard Goldbrich
Trotz wachsender Fan-Kritik an Franco Foda und dessen zuletzt öffentlich diskutierter Reise nach Frankfurt kann sich General Manager Gerhard Goldbrich einen längerfristigen Verbleib des Trainers bei Sturm Graz vorstellen. "Für mich ist er der Trainer der nächsten Jahre", sagte Goldbrich vor dem Heimspiel am Sonntag (16.30) gegen die Wiener Austria im Gespräch mit der APA.


Fodas Vertrag in Graz läuft bis Sommer 2017. Am Freitag sorgte ein Hearing, das der 49-Jährige vergangenes Wochenende angeblich um den zu diesem Zeitpunkt vakanten Trainerposten beim deutschen Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt absolviert haben soll, für Schlagzeilen. Goldbrich: “Franco und ich sind immer abgestimmt. Ich war in Kenntnis, dass er zu einem privaten Termin in Frankfurt war.”

Goldbrich würde den Meistermacher von 2011, der Ende September 2014 als Nachfolger von Darko Milanic zu Sturm zurückgekehrt ist, gerne länger halten. Der General Manager schätzt die Verbundenheit des gebürtigen Mainzers mit dem Club. “Ein anderer wäre vielleicht schon einmal ausgezuckt mit dem, was ihm hier vorgeworfen wird”, meinte der Manager. “Aber er ist hier daheim.”

Tatsächlich hat die Kritik der Fans in den vergangenen Wochen zugenommen. Sie richtet sich bei nur einem Sieg in sieben Pflichtspielen des Jahres 2016 auch gegen die Personalpolitik. “Konstruktive Kritik ist okay, aber diese ist nicht tolerierbar”, betonte Goldbrich. “Man kann dem Trainer, wenn er mit so einer jungen Mannschaft agiert, nicht vorwerfen, dass er nicht auf die Jungen setzt.”

Bei der jüngsten 0:1-Niederlage in Mattersburg betrug das Durchschnittsalter der Startformation auch aufgrund einiger Ausfälle lediglich 23,8 Jahre. Der 19-jährige Ex-Austrianer Sascha Horvath etwa ist mittlerweile Stammspieler. Die 17-jährige Zukunftshoffnung Sandi Lovric dagegen kommt nur vereinzelt zum Einsatz.

Mit der aktuell schwierigen Situation gehe Foda sehr professionell um. “Er kann Herz und Professionalität gut trennen”, meinte Goldbrich, der sich laut eigenen Angaben im täglichen Austausch mit dem Trainer befindet. “Er ist den ganzen Tag vor Ort, nicht nur beim Training. Er ist ein Trainer, der sich sehr intensiv mit dem Club beschäftigt.” Und damit auch mit dessen zukünftiger Ausrichtung.

Im Sommer laufen die Verträge von mehr als einem Dutzend Spielern aus, darunter Stammkräften wie Wilson Kamavuaka oder Daniel Offenbacher – aber auch jener der zuletzt lange verletzten Schalke-Leihgabe Donis Avdijaj. Die Kaderplanung läuft, mit öffentlichen Aussagen zu möglichen Verlängerungen hält sich Goldbrich aber zurück. “Wir machen seit Monaten unsere Überlegungen. Derzeit müssen sich aber alle, die da sind, beweisen.”

Für Sturm steht gegen die Austria viel auf dem Spiel. Nur mit einem Heimsieg scheint die Mini-Chance, die Europacup-Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen, noch gegeben. In ihrem Budget für die kommende Saison kalkulieren die Grazer ohnehin nicht mit Einnahmen aus dem internationalen Geschäft. “Für die Fans und die Spieler wäre es schlimmer als wirtschaftlich”, bestätigte Goldbrich.

Eine Runde in der Europa-League-Qualifikation wie im Vorjahr etwa gegen Rubin Kasan (2:3 und 1:1) sei ein Verlustgeschäft. Erst im Play-off und in der folgenden Gruppenphase gibt es Geld zu verdienen. “Für den Verein wäre die Qualifikation aber natürlich wichtig.” Platz vier reicht nur, wenn der Cupsieger die Liga unter den ersten Drei abschließt.

Derzeit scheinen Salzburg, Rapid und die Austria für Sturm außer Reichweite. Wirtschaftlich wollen die Grazer die Lücke zu den Wiener Großclubs durch Investitionen in die Stadion-Infrastruktur nicht noch größer werden lassen. Am Liebenauer Stadion, das mit der Merkur Versicherung demnächst einen neuen Hauptsponsor erhält, sind Adaptionen notwendig. Bis zu zwölf Millionen Euro will Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) auch mithilfe privater Investoren auftreiben. Fünf Millionen sind bereits zugesichert.

Durch eine auf Stehplätze umrüstbare Nordtribüne erweitert sich das Fassungsvermögen bei nationalen Spielen im Sommer auf bis zu 17.000 Zuschauer. “17.000 sind für uns in Ordnung, aber der Fan muss sich auch wohlfühlen”, betonte Goldbrich. “Es gehört noch viel getan im Stadion. Wenn ein Haus 20 Jahre alt ist, jammert auch jeder Häuslbauer.”

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