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Sturm fegte über Europa hinweg

Orkanböen haben in der Nacht auf Montag in weiten Teilen Europas eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Insgesamt kamen dabei etwa 30 Menschen ums Leben.

Neben Deutschland mit neun Todesopfern war auch Großbritannien sehr stark betroffen: Dort kamen mindestens sieben Personen um. Unterdessen zog das Sturmtief weiter nach Osten ab.

Sechs der getöteten Briten, darunter drei Kinder, wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen. Das siebte Opfer war ein Angler, der bei Aberdeen in Schottland von einem Felsen ins Meer gespült wurde. Rund 280.000 britische Haushalte waren Montagmittag noch von der Stromversorgung abgeschnitten, Eisenbahnverbindungen sowie der Flugverkehr waren weiterhin eingeschränkt. Eine Elektrizitätsgesellschaft in Südengland heuerte Techniker aus Frankreich an, um die Sturmschäden schneller beheben zu können.

Doch auch Frankreich hatte mindestens vier Todesopfer zu beklagen. In Pierrefitte-sur-Seine nördlich von Paris wurden zwei Insassen eines Autos von einem umstürzenden Baum erschlagen. Im nordfranzösischen Caumont riss der Sturm das Dach eines Hauses weg. Die Trümmer erschlugen einen Mann. Bei Maubeuge nahe der belgischen Grenze starb ein Jäger, der von einem entwurzelten Baum getroffen wurde.

Aus Belgien wurden ebenfalls zwei Todesopfer gemeldet, darunter ein 13-jähriger, der beim Rollerskating von einer Sturmböe gegen einen fahrenden Lastwagen geschleudert worden war. In den Niederlanden kosteten die Unwetter mindestens vier Menschen das Leben, darunter einem Mann in Enschede, der beim Ausführen seines Hundes von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Im süddänischen Varde stürzte ein Baum auf ein Auto und erschlug dessen 51-jährigen Fahrer. In Südschweden prüften die Behörden zunächst noch, ob ein Verkehrsunfall mit einer Toten und vier Schwerverletzten unmittelbar auf die Unwetter zurückging.

Unterdessen richtete das Sturmtief auf seinem Weg nach Osten auch in Polen schwere Verwüstungen an, wobei zwei Menschen in den Tod gerissen wurden. Im Nordosten des Landes starb ein 25-jähriger Autofahrer, der auf einen umgefallenen Baum geprallt war. In Wyszkow bei Warschau wurde ein Mann von einem Blechstück erschlagen, das von einem Dach gerissen worden war. In Breslau zerbrach der Schornstein eines Wohnblocks und zerschlug das Dach. Die 50 Bewohner wurden evakuiert. Insgesamt musste die polnische Feuerwehr in der Nacht zum Montag mehr als tausend Mal ausrücken.

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