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Sturm "Emma" wütete am Wochenende in Europa

Mindestens vierzehn Tote, viele Verletzte und Millionenschäden - das ist die vorläufige Bilanz des Orkantiefs "Emma" in ganz Europa. Das Unwetter wehte Dächer weg, entwurzelte Bäume, kippte Fahrzeuge um, zerstörte Stromleitungen und brachte den Reiseverkehr durcheinander.

Vor allem in Süddeutschland gab es am Samstag heftige Hagelschauer, Schnee, Gewitter und Überschwemmungen. In Bayern knickte eine Kirchturmspitze ab, in Wien fiel ein Kran auf Bahngleise, an der Nordsee liefen Sturmfluten auf.

Auto als Todesfalle

Allein vier Menschen verloren in Österreich ihr Leben.Zwei deutsche Urlauber kamen in Tirol ums Leben. Ein Wohnwagen fiel auf dem Campingplatz Seespitz in Walchsee durch den Wind um und kippte auf einen Deutschen und seine Frau. Der Mann starb an seinen Verletzungen. Ein weiterer Unfall ereignete sich in der Nähe von Kitzbühel. Dabei fiel ein entwurzelter Baum auf ein Urlauberauto, wobei ein Deutscher starb. Das Opfer in Niederösterreich verlor sein Leben ebenfalls im Auto: In St. Pölten stürzte ein Baum auf ein Fahrzeug, eine Insassin starb trotz sofortiger Hilfe noch an der Unfallstelle. In Salzburg starb ein Taxi-Passagier im Zuge eines Felssturzes, der ebenfalls durch den Sturm ausgelöst worden war. Vier weitere Tote gab es in Deutschland, wo der Sturm ebenfalls Verwüstungen anrichtete. In Tschechien erlag ein elfjähriges Mädchen seinen Verletzungen, als es von einem Baum getroffen wurde.

Stromausfälle

Am stärksten war der Sturm am Samstag: Kurz vor Mittag traf “Emma” in Salzburg ein und richtete binnen Minuten zahlreiche Schäden an. In Oberösterreich gab es zahlreiche Stromausfälle. Mehrere 10.000 Haushalte blieben finster.Umgefallene Plakatwände und Bäume, Stromausfälle und abgedeckte Dächer: 2200 Einsätze leisteten die nö. Feuerwehren bis zum Sonntag. Rund 950 Feuerwehren mit etwa 11.000 Mann und 1500 Fahrzeugen waren ausgerückt. In Wien kippte im Sturm ein Kran auf die Gleise des Südbahnhofs und beschädigte Signale, Strom- und Oberleitungen, Bahnsteigkanten und eine Außenwand. Der Bahnhof bleibt voraussichtlich bis zum Mittwoch geschlossen.

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