Stummer Zeuge alter Handwerkskunst

Lesemauer in Schöjnenbach

Schönebach. Trocken­-mauern sind heute noch ein fester Bestandteil der mitteleuropäischen Kulturlandschaft und gelten als kulturelles Erbe. Im alpwirtschaftlichen Bereich erfüllten sie oft die Aufgabe der Flurreinigung und gleichzeitig die Funktion als Grenzmauer und Weidezaun. Die Bauwerke sind zudem darüber hinaus ökologisch wertvolle Lebensräume für Kleinlebewesen und Pflanzen. So sind diese ästhetischen Mauern, ohne Zement und Mörtel mehr als nur ein Naturdenkmal, sie sind stumme Zeitzeugen vergangener Handwerkskunst.
Freiwillige haben zusammen mit Fachleuten, die Mauern nach den klassischen Regeln des Trockenmauerns wiederherstellen können, begonnen, diese Arbeit zu übernehmen.

Baustart 2003
Baustart für das Gemeinschaftsprojekt Lesesteinmauer Schönenbach-Halden war 2003. Walter Stadelmann von der Alpe Halden und Jakob Dietrich vom Vorsäß Schönenbach hatten nun nach acht Jahren eingeladen, über den Stand, Funktion und Historie dieser Lesesteinmauer zu berichten.
In der “Galerie” im Stall des Vorsäßes HNr. 345 waren eine Reihe von Exponaten zu sehen. Alte Ansichten zeigen, dass schon vor mehr als 100 Jahren diese Lesesteinmauer bestand. Der Zahn der Zeit führte zu Beschädigungen und zum Zerfall der Mauer. Und in Schönenbach haben sich wahre Idealisten mit der Wiederherstellung dieser besonderen Mauer befasst.

Zahlreiche Gäste
Zur Fotopräsentation konnte der Hausherr Jakob Dietrich, Ehrengäste und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens begrüßen. Neben anderen folgten auch LR Erich Schwärzler, NR Anna Franz, mit Jos, Alt-NR Gottfried Feurstein, die Bürgermeister Georg Fröwis aus Bezau und Josef Bischofberger, Max Albrecht, Dir. Kaufmann (Raiba Bezau), Willi Meusburger, Gebhard Dünser, Vorstand Mayr-Mellnhof, Franz Wirth, Jagdherr Halden, Othmar Simma und viele Bekannte, Freunde und Sympathisanten der Einladung. Jungmusikant Kilian Graf umrahmte mit seinem Akkordeon die Veranstaltung, die Fotopräsentation vermittelte einen Eindruck über die Mauer, wie sie einmal war und wie sie sich heute präsentiert. Walter Stadelmann referierte in seinem Bericht über Gründe und Entstehung, und die technischen Daten, die zusammengefasst an der Haldenbrücke zu sehen sind. Beim gemütlichen Ausklang gaben noch Hubert und Franz einige (Wälder)lieder zum Besten.

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