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Studie: Unschuldige US-Todeskandidaten erreichen öfter Freispruch

Unklarheiten bestehen auch beim 2004 hingerichteten Cameron Todd Willingham
Unklarheiten bestehen auch beim 2004 hingerichteten Cameron Todd Willingham ©dpad
Zu Unrecht verurteilte Todeskandidaten in den USA schaffen es einer Studie zufolge häufiger, einen Justizirrtum aufzuklären, als andere wegen Mordes verurteilte.

Für sie sei die Chance neunmal höher, doch noch freigesprochen zu werden, als für andere wegen Mordes verurteilte Unschuldige, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie von US-Wissenschaftlern.

Die Forscher vermuten, dass sich Opfer von Justizirrtümern mit kurzen Strafen eher abfinden, als gegen sie vorzugehen. “Sie sitzen ihre Zeit ab und tun, was sie tun können, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen”, heißt es in der Studie.

Fehlurteile niemals ausgeschlossen

Fehlurteile gebe es “regelmäßig” und sie würden selten aufgeklärt, schrieben die Autoren der Untersuchung von der Universität in Michigan. Nach ihren Recherchen wurden zwischen 1989 und 2012 in den USA 2000 Gefängnisinsassen im Nachhinein entlastet. Rund 900 dieser Fälle wurden in einem Nationalregister erfasst. Demnach war rund jeder vierte der rund 400 zu Unrecht verurteilten Mordangeklagten mit der Höchststrafe belegt worden.

Die von den Wissenschaftern gefundenen Entlastungen seien aber nur die “Spitze des Eisbergs”, sagte Juraprofessor Samuel Gross, der zu den Autoren der Studie gehörte. “Die meisten Menschen, die fälschlicherweise verurteilt wurden, werden nicht entlastet. Sie sitzen ihre Zeit ab oder sterben im Gefängnis.” (APA)

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