Studie: Heumilch enthält doppelt so viel Omega-3-Fettsäuren

Von Jänner bis Dezember 2010 hat die Universität für Bodenkultur in Wien unter der Studienleitung von Dr. Wolfgang Ginzinger das Fettsäurenspektrum von österreichischer Heumilch und Heumilchprodukten analysiert. Nun liegt das Ergebnis vor.
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„Österreichische Heumilch enthält im Durchschnitt rund doppelt so viele Omega-3-Fettsäuren und konjugierte Linolsäuren, CLA, wie Standardmilch“, fasst Ginzinger zusammen. Untersucht wurden Heumilch, Bergkäse und Emmentaler aus den Hauptproduktionsgebieten Österreichs. Verglichen wurden die dabei im jahreszeitlichen Verlauf ermittelten Fettsäurenwerte mit jenen von Standardmilch aus dem Lebensmittelhandel.

Gesundheitlicher Nutzen

„Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen den gesundheitlichen Nutzen von Omega-3-Fettsäuren und CLA“, berichtet Andreas Geisler von der ARGE Heumilch Österreich. Beide gehören zu den essentiellen Fettsäuren, die für den menschlichen Körper lebensnotwendig sind, von diesem aber nicht selber produziert werden können. Geisler: „Aufgrund ihrer großen Bedeutung für den Organismus müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden. Je höher der Gehalt dieser Fettsäuren im Lebensmittel ist, umso besser ist es. Heumilch und Produkte aus Heumilch sind daher die erste Wahl bei Milchprodukten.“ Omega-3-Fettsäuren wirken positiv auf das Herz-Kreislauf-System, blutdrucksenkend, gefäßschützend, entzündungshemmend und sollen auch Allergien vermindern. „Die konjugierten Linolsäuren, CLA, können wiederum zur Gewichtsreduktion beitragen, da sie das Körperfett reduzieren, sowie die Cholesterinwerte verbessern“, weiß Geisler.

Ursprünglich und im Jahreslauf

Die Basis für die guten Fettsäuren-Werte liegt in der natürlichen Fütterung der heimischen Heumilchkühe, erklärt Geisler: „Bei der österreichischen Heumilchwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der Milcherzeugung, die Fütterung der Tiere erfolgt im natürlichen Jahreslauf.“ Im Sommer sind bis zu 50 verschiedene Arten von Gräsern und Kräutern auf den heimischen Wiesen, Weiden und Almen Nahrungsquelle der österreichischen Heumilchkühe. Im Winter werden die Kühe mit Heu und mineralstoffreichem Getreideschrot versorgt. Vergorenes Futter wie Silage ist strengstens verboten.

Über die ARGE Heumilch

Unter dem Dach der ARGE Heumilch Österreich haben sich rund 8.000 Heumilchbauern sowie mehr als 60 Molkereien und Käsereien vereinigt. Hauptproduktionsgebiete sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich sowie die Steiermark. Die Mitglieder der ARGE liefern jährlich 400 Millionen Kilogramm Heumilch – und damit 15 Prozent der gesamten in Österreich angelieferten Milchmenge – zur Verarbeitung an die Betriebe. Europaweit liegt der Heumilch-Anteil bei nur drei Prozent. Sämtliche Produkte der ARGE Heumilch werden kontrolliert gentechnikfrei hergestellt.

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