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Studie: Corona und seine positiven Auswirkungen auf das Arbeitsleben

Viele kamen besser mit Covid19 klar als erwartet.
Viele kamen besser mit Covid19 klar als erwartet. ©Unsplash
Die Karriereplattform StepStone befragte 1500 Teilnehmer ab dem ersten Tag der Covid19-Maßnahmen zu ihrem Wohlbefinden am Arbeitsmarkt und dem persönlichen Umgang der Krise.

Die Motivation diente unter anderem als Indikator der Zufriedenheit. Vor der Krise waren ganze 88 Prozent der Befragten "sehr" oder "eher motiviert". Zum jetzigen Zeitpunkt sind es noch 64 Prozent. "Ich war eine von vier Mitarbeitern, die jeden Tag im Büro war und dann allen im Home-Office noch helfen musste", erklärt eine Betroffene die zusätzliche Belastung am Arbeitsplatz durch die digitale Umstellung.

Die Coronakrise, ein Segen?

"Während Corona habe ich mehr selbst gekocht, gesünder gegessen und viel mehr Sport betrieben, mehr gelesen und die Zeit bewusster wahrgenommen", berichtete eine andere Teilnehmerin über den positiven Effekt der Entschleunigung.

Manch andere erlebten den Lockdown und die damit einhergehende Entschleunigung als regelrechten Glücksfall: "Corona war wie Urlaub für mich. Ich konnte mich auf Dinge besinnen, die ich schon lange machen wollte und habe mich befreit von meinen Ansprüchen an mich gefühlt", so eine weitere Befragte.

Unsicherheit und Zukunftsängste

Das Stresslevel der Befragten ist im Lauf der Krise deutlich gesunken. Vor der Krise waren 62 Prozent sehr oder eher gestresst, während der Krise waren es nur mehr 58 Prozent. Obwohl das Stresslevel vieler jetzt wieder ansteigt, macht Studienleiterin Barbara Oberrauter-Zabransky eher die unsichere Zukunft dafür verantwortlich, als die unmittelbaren Auswirkungen der Krise wie die Umstellung auf digitale Zusammenarbeit oder die familiäre Doppelbelastung.

Kinderbetreuung und Home Office

Obwohl fast jeder zweite der Befragten im Home-Office arbeitete, sagen 85 Prozent, dass sie keine Probleme mit der Vereinbarung von Job und Kinderbetreuung hatten. Aussagen einzelner belegen durchaus ein erhöhtes Stresslevel. "Wenig Platz, Lärm, allem gerecht werden und alles schaffen müssen - und gleichzeitig nicht raus können. Dann noch kein persönlicher Kontakt nach außen: Es war hart", so eine Bemerkung eines Umfrageteilnehmers.

Arbeitgeber gefragt

Die Lage der österreichischen Arbeitnehmer scheinen sich aktuell zu teilen. Zirka ein Fünftel ist entspannt, ein anderes Fünftel hat "mehr zu tun als vor der Krise". Mehr als jeder Zehnte muss vieles aufarbeiten, was während der Krise liegen geblieben ist und 13 Prozent fühlen sich im Büro nicht mehr so wohl wie vor der Krise. Oberrauter-Zabransky rät Arbeitgebern angesichts dieser Zahlen, sich um eine gute Arbeitsatmosphäre zu kümmern. "Die digitale Arbeitswelt erfordert mehr Teamwork denn je. Umso wichtiger ist ein gutes Verhältnis unter den Mitarbeitern und Unterstützung seitens der Führungskräfte", so die Studienleiterin von StepStone. Verlässliche Abläufe würden entspannen und für leistungsfähige Mitarbeiter sorgen. Führungskräfte müssen ihre Rolle also neu überdenken und sollten die zukünftigen Herausforderungen auf das Arbeitsleben nicht unterschätzen.

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(APA/VOL.AT)

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