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Strobl "segelte" allen davon

Zwei Tage nach dem Ende der Skiflug-WM haben am Dienstag die Alpinen ihre beeindruckende "Flugshow" in Kitzbühel gestartet. Abfahrts-Weltcup-Leader Fritz Strobl deklassierte dabei die Konkurrenz.

Die Streif präsentierte sich zum Trainingsauftakt in hervorragendem Zustand, die Speed-Asse flogen bei der Mausefalle rund 60 Meter weit. Die erste Bestzeit knallte Fritz Strobl hin, der Kärntner deklassierte in 1:56,35 Minuten die Konkurrenz und scheint gute Karten für seinen dritten Kitz-Triumph nach 1997 und 2000 in der Hand zu haben. Strobl, der am Samstag mit dem Roten Trikot des Führenden im Abfahrts-Weltcup an den Start gehen darf, war um 1,55 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Michael Walchhofer, dahinter folgten der Franzose Pierre-Emmanuel Dalcin (1,78) und Wengen-Sieger Daron Rahlves (1,98). Wo landeten die weiteren Mitfavoriten? Hermann Maier war zum Auftakt Sechster (2,18), der Liechtensteiner Marco Büchel Zwölfter (2,57) und dBode Miller nur 28. (4,22).

Die Konkurrenz hoffte vergeblich auf einen Torfehler von Strobl. “Ich habe maximal ein paar Tore übersprungen”, meinte Strobl angesichts der extremen Sprünge, die auf Grund des vielen Eises, der wenige Schläge in der Piste und der daraus resultierenden hohen Geschwindigkeit diesmal besonders weit gehen. “Mausefalle, Seidlalm, Hausberg und Zielsprung gehen viel weiter als in den vergangenen Jahren. Da haben sich die Veranstalter einiges einfallen lassen.” Strobl, der im bisherigen Saisonverlauf mit den Abfahrts-Rängen 1, 4, 2, 5, 2 und 3 beeindruckte, hob vor allem die Mausefalle hervor. Andreas Schifferer (16. im Training) meinte: “In der Mausefalle braucht man heuer einen Flugschein.”

Mit Respektanstand erster Strobl-Verfolger war Michael Walchhofer. “Eineinhalb Sekunden sind sehr viel, aber auf jeden Fall noch drinnen. Nur wenn der Fritz auch noch 1,5 Sekunden zulegt, dann wird es schwer.“ Hermann Maier war drittbester ÖSVler und sprach danach von relativ schlechter Sicht und einer “dem ersten Training angepassten lieblichen Fahrt. Die Sprünge gehen wahnsinnig weit. Deshalb bin ich mit großer Vorsicht unterwegs gewesen.“

Die Wetterprognosen prophezeien für Mittwoch Schlechtwetter, das Training könnte dem Schneefall zum Opfer fallen.

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