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Streikvorbereitungen bei der AUA - Urabstimmung bis 5. Jänner

Die gegen eine Null-Lohnrunde ankämpfenden Boden-Mitarbeiter der AUA ("Austrian") sind streikbereit. Zur formalen Ermächtigung für Streik gibt es jetzt eine Urabstimmung bis Anfang Jänner.
Proteste gegen Null-Lohnrunde
Personal für Arbeitskampf

Eine entsprechende Resolution wurde in einer Betriebsversammlung der technisch-kaufmännischen Mitarbeiter heute, Montag, in Schwechat angenommen. Im Jänner könnte der Arbeitskampf dann in tatsächliche Arbeitsniederlegungen münden. Vorwürfe der Arbeitnehmervertreter hagelt es gegen die deutsche Mutter Lufthansa und deren scheidenden Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber.

Die Gewerkschaft fordert von der AUA eine Inflationsabgeltung für alle Boden-Mitarbeiter von etwa zwei Prozent. Das würde laut AUA-Rechnung rund zweieinhalb Millionen Euro kosten. Die bisherigen Vorschläge der AUA-Führung auf Inflationsabgeltung für Wenig-Verdiener unter den Technikern und kaufmännischen Angestellten belaufen sich nach AUA-Angaben auf mehr als 1 Million Euro. Der traditionellen “November-Runde” des Bodenpersonals folgt jeweils im Frühjahr die Tarifrunde für das – besser verdienende – fliegende Personal. Das Bord-Personal hat einen Teuerungsausgleich allerdings im Kollektivvertrag stehen.

Die heutige Resolution der AUA-Bodenbeschäftigten im Wortlaut (Auszug): Die kaufmännischen und technischen Angestellten der Austrian Airlines AG seien “enttäuscht, dass unser neuer Eigentümer, die deutsche Lufthansa, die im Frühjahr getroffene Sanierungsvereinbarung nicht respektiert und stattdessen den mit dem AUA-Vorstand dem Grunde nach besprochenen Inflationsausgleich mit 1. Jänner 2011 infrage stellt.”

Gegen die Absprachen vom Frühjahr mit Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaften solle nun aus einem sozialpartnerschaftlich vereinbarten Sanierungsbeitrag von 5 Prozent nur wenige Monate später gegen die Absprachen offenbar ein Beitrag von 7 Prozent werden, argumentiert die Belegschaft. Der Vorstand wies das unter Hinweis auf die Biennalsprünge auch am Montag zurück.

Die AUA-Bodenbeschäftigten vermissen beim eigenen Vorstand und bei der Lufthansa Handschlagqualität. “Die ablehnenden Mitteilungen und Kommentierungen des Vorstandes der Lufthansa zu unseren wohlmeinenden Sanierungsbeträgen über die Presse finden wir wenig wertschätzend und im Sinne unserer Vereinbarungen fragwürdig. Wir verurteilen diese Vorgangsweise auf das Schärfste”, heißt es in der Resolution.

Gemeint waren damit die Aussagen des scheidenden Lufthansa-Chefs Mayrhuber letzte Woche. Mayrhuber sagte, er habe kein Verständnis für die Forderung der 2.600 AUA-Bodenmitarbeiter nach einer Inflationsabgeltung. “Die müssen erst einmal Geld verdienen. Die Lufthansa hatte in den letzten beiden Jahren eine Nulllohnrunde, obwohl die Airline positiv war”, so der Manager.

Weiter in der Resolution: “Wir beauftragen daher den Betriebsrat mit der Fortsetzung der KV-Verhandlungen zwecks Verbesserung des heute abermals berichteten Arbeitgeberangebotes vom 9. Dezember 2010. Bei weiterer Nichteinigung soll das in der letzten Betriebsversammlung vom 7. Dezember 2010 gewählte Aktions- und Streikkomitee sowie die Gewerkschaften GPA-djp und Vida eine Urabstimmung über die Abhaltung eines Streiks vorbereiten und bis spätestens 5. Jänner 2011 durchführen.

Im Falle der mehrheitlichen Zustimmung zur Arbeitsniederlegung soll es am 10. Jänner 2011 neuerlich eine Betriebsversammlung zur Causa Streik geben. Alle AUA– und Lufthansa-Beschäftigten wurden aufgerufen, den Arbeitskampf der Kollegen vom Boden zu unterstützen.

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