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Strafe für Wasserdiebstahl in Australien verdreißigfacht

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Der unter einer schweren Dürre leidende australische Staat South Australia hat die Strafe für Wasserdiebstahl am Montag zum Teil um das Dreißigfache erhöht.

Der für die Wasserversorgung wichtige Fluss Murray führt nach sieben Jahren mit geringen Niederschlägen und hohen Temperaturen Niedrigwasser. “Wenn jemand dem Murray illegal Wasser entnimmt, wird die Strafe dem Verbrechen entsprechen”, sagte der Regierungschef des Staats, Mike Rann.

Die Höchststrafe für Unternehmen werde um 3.000 Prozent von 70.000 australischen Dollar auf 2,2 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) angehoben, jene für Privatpersonen um 1.900 Prozent von 35.000 Dollar auf 700.000 Dollar (412.000 Euro). Damit soll dem Diebstahl über illegale Bewässerungskanäle oder die Manipulation von Wasseruhren begegnet werden.

Die Behörden in South Australia teilen der Landwirtschaft inzwischen die Wassermengen zu, für Privatleute gelten strenge Bestimmung über Menge und Zeitpunkt der Bewässerung von Gärten und Rasen. Die Regierung beschuldigt die weiter östlich gelegenen Staaten Victoria und New South Wales, dem Murray zu viel Wasser zu entnehmen. Die Behörden befürchten neben schweren Auswirkungen für Umwelt und Landwirtschaft auch ein Austrocknen von Ökosystemen, in denen einheimische Vögel und Säugetiere leben.

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