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"Strache bedient rechtsradikale Seite der FPÖ"

"Wir sind die neuen Juden." Strache - Sager provoziert emotionale Reaktionen.
"Wir sind die neuen Juden." Strache - Sager provoziert emotionale Reaktionen. ©EPA
Mit Empörung reagieren auch Vorarlberger PolitikerInnen auf einen vermeintlichen Strache - Sager beim Burschenschafterball in Wien. Der FPÖ-Obmann habe sich und die Ballgäste laut einem Bericht des "Standard" mit verfolgten Juden verglichen.
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“Wir sind die neuen Juden” soll “HC” vor Ballgästen gesagt haben – nichtsahnend, dass sich auch Journalisten in der Nähe befanden. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky dementierte die Aussage auf Nachfrage des “Standard” auch nicht, vermeinte lediglich, sie wäre “völlig verzerrt dargestellt” worden.

Politik und Gesellschaft reagierten empört, die “Israelitische Kultusgemeinde” (IKG) hat mittlerweile auch schon Anzeige gegen den FP-Boss erstattet.

Ritsch: Unappetitlicher Vergleich und letztklassig

SPÖ-Vorarlberg-Chef Michael Ritsch verurteilt den Juden-Sager von HC Strache. “Ich finde diesen Vergleich unappetitlich und letztklassig. Doch wundere ich mich nicht mehr über die bekannt ketzerischen Töne von Strache”, so der SPÖ-Klubobmann Michael Ritsch im VOL.AT-Gespräch. Die WKR-Ballbesucher mit Millionen von Juden zu vergleichen, die deportiert und getötet wurden, ist für Ritsch zudem ein Griff in die unterste Schublade. “Es ist traurig, dass ein Parteichef überhaupt so weit gehen darf und es ist tragisch, dass immer noch so viele Österreicher dieser Partei hinterherhecheln, die für den Staat noch nichts geleistet hat”, konstatiert Ritsch.

Für Gabriele Nussbaumer, stellvertretende Klubobfrau der ÖVP und Landtagsvizepräsidentin, ist die Aussage von Strache ein deplatzierter und instinktloser Vergleich: “Strache spielt ein unwürdiges Spiel mit zutiefst emotionalen Begriffen und bedient damit einmal mehr die rechtsradikale Seite der FPÖ.”

Rauch: “Verhöhnung der Opfer”

Auch Grünen-Vorarlberg-Chef Johannes Rauch geht hart mit Strache ins Gericht: “Diese Aussage ist eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus und eine ungeheuerliche Entgleisung.” Die Wortwahl zeige, mit welcher Skrupellosigkeit Strache und seinesgleichen versuchen würden, Stimmung zu machen und sich als Opfer darzustellen, so der Obmann der Landesgrünen. “In Wahrheit sind Strache und vieler seiner Parteifreunde Täter, die jede Art von politischer Brandstiftung begehen, solange sie glauben, damit ein paar Stimmen gewinnen zu können”, betont Rauch. “Hätte Strache auch nur einen Funken Anstand und Charakter, den er bei anderen immer lautstark einfordert, würde er zurücktreten. Von FPÖ-Landesparteiobmann Dieter Egger erwarte ich klare Distanzierung von den Aussagen seines Parteiobmannes”, fordert er abschließend.

Egger: “Verzerrte Wiedergabe”

Auch Vorarlbergs FPÖ-Chef Dieter Egger nahm zum “Juden-Sager” Stellung:  „Wie mir von der Bundespartei versichert wurde, handelt es sich um eine verzerrte und sinngemäß nicht richtige Wiedergabe seitens eines Journalisten. Generell halte ich fest, dass die Gräueltaten des NS-Regimes mit nichts zu rechtfertigen und zu vergleichen sind. Es muss uns jedoch allen auch zu denken geben, dass in einer Demokratie friedliche Besucher einer Ballveranstaltung im Vorfeld auf das Übelste diffamiert und beschumpfen und teilweise sogar verletzt wurden. Hier würde ich mir auch von anderen demokratischen Parteien klare Worte der Ablehnung und Distanzierung erwarten. Es scheint derzeit überhaupt tolerierbar zu sein, dass Wähler, Sympathisanten und Funktionäre der Freiheitlichen Partei Freiwild sind und permanent diffamiert werden.

(VOL.AT)

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