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Stimmungshoch in der Industrie hält an

Lustenau - Weiterhin eine gute Geschäftslage und überwiegend volle Auftragsbücher – auf diesen Nenner brachten am Freitag der neue Industriellen-Präsident Hubert Bertsch sowie die Geschäftsführer von WKV-Industriesparte und IV Vorarlberg, Michael Amann und Michaela Wagner, die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturumfrage der heimischen Industrie im zweiten Quartal.

Umso wichtiger sei jetzt, so Bertsch, dass Politik und Sozialpartner die Rahmenbedingungen weiter verbessern, um den Weg für nachhaltige Erfolge zu ebnen, bzw. neue Mehrbelastungen z. B. im Verkehrsbereich oder durch höhere Rohstoffpreise bestmöglich abzufangen.

Die Ländle-Industrie machte heute der Bundespolitik den Vorwurf, ihre Forderung nach sektoraler Arbeitsmarktöffnung für osteuropäische Fachkräfte zu lang überhört zu haben bzw. 2009 viel zu spät zu erfüllen. Bertsch: „24 der 53 von uns befragten Unternehmen könnten sofort 300 Stellen der verschiedensten Bereiche mit Fachkräften besetzen. Weil die aber fehlen, müssen Aufträge abgelehnt bzw. können diese nicht ausgeführt werden, was einer schleichenden Abwandeurng von Wertschöpfung gleichkommt.“ Die Industrie könne sich gegen diesen Engpass mit Abwanderung ins Ausland wehren – „sie will dies aber nicht, sondern möchte in Österreich produzieren, um den Wohlstand im Land zu halten“, bekräftigte der neue Industriellen-Präsident.

Einige Umfrage-Ergebnisse im Detail: Die 53 Unternehmen sehen die Auftragsbücher mehrheitlich gleich gut gefüllt wie im ersten Quartal, 71 Prozent bezeichnen die Auftragslage als gut. Immerhin 35 Prozent, etwas weniger als im ersten Quartal, wollen weiter ihren Belegschaftsstand erhöhen, nur 2 Prozent ihn abbauen. Nur 86 Prozent glauben, die aktuellen Verkaufspreise im nächsten Quartal halten zu können, 8 Prozent sehen sie weiter sinken. Sorge bereitet den Unternehmern die bis zu 20prozentige Verteuerung der Transportkosten durch höhere Mineralölsteuer und Lkw-Mauttarife. Weil auch teurere Rohstoffpreise das Ihre dazutun werden, rechnen 18 Prozent der Befragten in den kommenden drei Monaten mit einer Verschlechterung ihrer Vertragssituation.

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