Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Stierhatz in Pamplona

Die berühmten Stierrennen des Volksfestes San Fermin haben am Wochenende in der spanischen Stadt Pamplona tausende wagemutige Läufer angezogen.

Am Sonntag wurde ein Amerikaner von einem Stier auf die Hörner genommen, er wurde nach Krankenhausangaben am Arm verletzt. Sieben weitere Läufer wurden wegen leichter Verletzungen behandelt, nachdem die Tiere sie überrannt hatten. Dutzende weitere Teilnehmer trugen Schürfwunden und Prellungen davon.

Unter den tausenden Läufern, die sich am Sonntag in der Altstadt von Pamplona drängelten, waren auch die Matadore Juan Jose Padilla und Estefan Fernandez Meca. Beide sollten am Abend in der Arena gegen die Stiere kämpfen. Auf dem noch feuchten Kopfsteinpflaster gerieten die Tiere während des drei Minuten langen Laufs mehrfach ins Rutschen. Sie stammten vom Hof Miura, der dem Ruf nach besonders muskulöse Stiere hervorbringt. Der schwerste von ihnen wog 680 Kilogramm.

Unterwegs stoppten zwei Stiere und stießen einen Mann mit ihren Hörnern an, der gestürzt war. Er schien nicht ernsthaft verletzt worden zu sein. Gegen Ende des Laufs trennten sich die Tiere, ein Stier traf erst eine Minute nach den anderen in der Arena ein. Er lief sehr langsam und war umringt von zahlreichen Läufern, die er aber nicht angriff.

Beim Stierrennen vom Samstag waren sechs Läufer verletzt worden. Die Organisatoren hatten deutlich mehr Verletzte befürchtet, weil zum Wochenende zahlreiche Besucher nach Pamplona gekommen waren und mehr Läufer als in den vergangenen Tagen neben und vor den sechs Kampfstieren herrannten. Die große Zahl der Teilnehmer wurde in den vergangenen Jahren vermehrt zum Problem.

Ein 31-jähriger Brite wurde am Samstag von einem Stier auf die Hörner genommen und in die Luft geschleudert. Er erlitt eine Kopfverletzung, als er auf dem Pflaster aufschlug. Zu einer heiklen Situation kam es kurz vor dem Ende des Rennens, als der letzte Stier der Gruppe langsamer wurde und seinen Blick in die Menschenmenge schweifen ließ. Schließlich erhöhte das Tier sein Lauftempo aber wieder und rannte in die Stierkampfarena.

Tierschützer kritisieren die Veranstaltung in Pamplona als grausam. Bei jedem der insgesamt acht Stierrennen werden sechs Kampfstiere die die 825 Meter lange Strecke durch die Altstadt getrieben, wo sie später im Stierkampf von Toreros getötet werden. Tollkühne Läufer rennen vor und neben den Tieren her. Bei jedem Rennen werden dabei mehrere Personen verletzt. Für (den morgigen) Montag war der letzte Lauf dieses Jahres geplant.

Seit Beginn der Aufzeichnungen 1924 kamen 13 Personen ums Leben, zuletzt 1995 ein 22-jähriger Amerikaner. Das Volksfest San Fermin fand erstmals 1591 statt. International bekannt wurde es durch Ernest Hemingways 1926 erschienenen Roman „Fiesta“.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • Stierhatz in Pamplona
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.