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Stieftochter mit Anzünden gedroht: 15 Monate Haft

In Oberösterreich drohte ein 39-Jähriger seiner Stieftochter sie anzuzünden.
In Oberösterreich drohte ein 39-Jähriger seiner Stieftochter sie anzuzünden. ©dpa (Symbolbild)
Ein 39-jähriger Oberösterreicher, der mehrmals mit seiner minderjährigen Stieftochter geschlafen und ihr gedroht haben soll, sie anzuzünden, ist im Landesgericht Linz zu 15 Monaten Haft - fünf davon unbedingt - verurteilt worden. Sein Verteidiger und die Staatsanwältin erbaten drei Tage Bedenkzeit. Das Urteil ist daher noch nicht rechtskräftig.

Dem Mann wird vorgeworfen, von April 2009 bis April 2011 mit dem damals 16- bzw. 17-jährigen Mädchen wiederholt Sex gehabt zu haben. 2010 und 2012 soll er die Jugendliche zweimal mit dem Anzünden bedroht haben. Zudem wird der Angeklagte beschuldigt, ihr mindestens dreimal auf dem Weg zur Arbeit nachgefahren zu sein und ihr zahlreiche obszöne SMS geschickt zu haben.

Opfer schrieb Stiefvater einen Brief

In einem Brief ersuchte das Opfer den 39-Jährigen im Vorjahr, es in Ruhe zu lassen. Er sei ihr Stiefvater und ihr außerdem zu alt, so die junge Frau. “Du bist hinter mir her wie der Teufel hinter der Seele.”

Mann leidet unter Intelligenzminderung

Der Mann leidet laut Gutachten unter einer leichten Intelligenzminderung, war zum Zeitpunkt der Taten aber voll zurechnungsfähig. Er wurde des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses sowie der Vergehen der versuchten Nötigung und der gefährlichen Drohung schuldig gesprochen. Eine beharrliche Verfolgung sah die Richterin nicht.

(APA)

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