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Stieftochter auf sadistische Weise missbraucht

Im Wiener Straflandesgericht ist am Donnerstag das Strafverfahren gegen einen 31-jährigen Mann eröffnet worden, der im Vorjahr seine Stieftochter auf teilweise äußerst sadistische Weise gequält und missbraucht haben soll.

Er bezeichnete die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen als “Räuberpistolen” und versicherte: “Ich weiß, dass ich sie in keinster Weise sexuell missbraucht habe.” Die Verhandlung wurde auf den kommenden Herbst vertagt.

Die Anklage gegen den IT-Techniker wiegt schwer: Er soll das elfjährige Mädchen unter anderem mit einer Fliegenklatsche und einem Pantoffel im Intimbereich geschlagen haben. Wenn sie “schlimm” war, zwang er sie angeblich, nackt zu ihm ins Schlafzimmer zu kommen, wo er dem Mädchen zunächst die Augen verband und sie dann “bestraft” haben soll.

Mitunter soll er sie weiters mit eiskaltem Wasser abgebraust haben und so lange zu Liegestützen gezwungen und dabei auf sie eingeschlagen haben, bis das Kind zusammenbrach, am Boden aufschlug und sich zwei Zähne ausbrach.

Der Angeklagte gab zu, die Stieftochter hie und da geohrfeigt zu haben. Diese habe “keine Ahnung von Körperpflege” gehabt und “von McDonald’s, Pommes Frites und Chips gelebt. So geht das nicht”. Sie habe nur gequengelt und geweint, wenn er ihr Gemüse vorsetzte, “dabei braucht’s in dem Alter eine ausgewogene Ernährung.” Da sei ihm manchmal “die Hand ausgekommen”.

“Ich hab’ auch versucht, sie mit dem Mittel der Blamage in die richtige Richtung zu lenken”, räumte er außerdem ein. Er habe daher entwürdigende Fotos angefertigt und gedroht, diese aufzuhängen. Eine sexuelle Komponente habe es bei seinen “Erziehungsmethoden” nie gegeben.

Der Verteidiger sprach unter anderem von “Handlungen, die medizinisch indiziert waren” und behauptete, das Mädchen wäre beim Liegestützmachen “auf dem eigenen Handschweiß ausgerutscht”.

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