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Stöger zerstreut Bedenken bei "Schweinegrippe"

Stöger sieht Österreich gut vorbereitet
Stöger sieht Österreich gut vorbereitet ©APA (Fohringer)
Der fälschlicherweise "Schweinegrippe" genannte A(H1N1)-Virus ist am Dienstag auch im Ministerrat thematisiert worden. Gesundheitsminister Stöger bemühte sich einmal mehr, die gröbsten Ängste zu zerstreuen. Er verwies darauf, dass es in Österreich seit April lediglich 270 Fälle gegeben habe, was deutlich weniger sei als bei normalen Grippewellen.

Die Situation kann sich jedoch deutlich verschlechtern. Denn rechnet man ein Worst Case-Szenario des Europäischen Zentrums für Krankheitskontrolle auf Österreich um, könnten über alle “Wellen” der Pandemie hinweg rund 2,4 Mio. Österreicher erkranken und 48.000 ins Spital müssen, stellte der Minister dar. Allerdings verläuft eine Ansteckung mit dem A(H1N1)-Virus derzeit wesentlich harmloser als die “richtige” Influenza im Winter.

Stöger gab auch bekannt, dass die angelaufene Impfstoffproduktion “weit hinter den Erwartungen” zurück bleibt. Am Beginn einer Impfaktion werden daher medizinisches Personal und Risikogruppen stehen, so Stöger. Gleichzeitig betonte er, dass ein erheblicher Vorrat an antiviralen Medikamenten gegeben sei, der jederzeit für Therapiezwecke eingesetzt werden kann.

Bei den Impfstoffherstellern herrscht zwar größtes Stillschweigen über die produzierbaren Mengen, allerdings räumt man ein, dass das verwendete A(H1N1) Virus offenbar sehr schlecht wachse. Der Pandemie-Impfstoff gegen A(H1N1) werde voraussichtlich im September zugelassen und im Herbst dieses Jahres zur Verfügung stehen, so Stöger.

Weltweit ist die “Neue Grippe” weiterhin im Vormarsch. Bisher sind weltweit 253.169 Personen betroffen. Die Zahl der weltweit an A(H1N1) gestorbenen Personen liegt aktuell bei 2.572, in der EU sind es 93.

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