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Österreichs Wirtschaft findet Blue Card zu wenig ambitioniert

Die von der EU-Kommission geplante "Blue Card" entspricht nicht den Erwartungen der österreichischen Wirtschaft. "Der vorgelegte Entwurf einer für Europa geltenden Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis liegt deutlich hinter den bisherigen ambitionierten Vorhaben zurück", erklärte Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich.

Mitterlehner wünscht sich eine Blue Card, die als Arbeitserlaubnis für die gesamte EU gilt. Mitterlehner: “Wir sollten die Chance nutzen und Europa mittels Blue Card als attraktive Region für hoch qualifizierte Migranten positionieren. Europa braucht dringend attraktive Rahmenbedingungen, um hoch qualifizierte Personen an zu locken.” In Österreich bestehe in vielen Branchen ein akuter Bedarf an gut qualifizierten Arbeitskräften, so die Wirtschaft.

Auch in Österreich sei eine öffentliche Debatte über ein zukunftsfähiges Zuwanderungssystem überfällig: “Derzeit beschränkt sich die Zuwanderung auf Familienzusammenführung, Schlüsselkräfte und Saisonniers. Wir haben raschen Handlungsbedarf, sonst geht es uns wie bei den Fachkräften aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten: die besten sind meist schon weg”, so Mitterlehner. Nach Schätzungen von Wirtschaftskammer und Arbeitsmarktservice fehlen bis zum Jahr 2009 rund 50.000 qualifizierte Fachkräfte in Österreich.

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