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Österreichs Feuerwehren immer jünger

Eisenstadt  - Österreichs Feuerwehren werden zunehmend jünger: Derzeit liegt das Durchschnittsalter der aktiven Mitglieder bei den Freiwilligen Feuerwehren knapp über 30 Jahre - Tendenz fallend.

Einen maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hat die Feuerwehrjugend, die in den vergangenen Jahren zahlenmäßig stark gewachsen ist. Einige Bundesländer haben das Eintrittsalter für die Jugend bereits auf zehn Jahre gesenkt, in anderen werde dies überlegt, so der burgenländische Landesfeuerwehrkommandant und Präsident des Bundesfeuerwehrverbandes, Manfred Seidl, im Gespräch mit der APA.

Derzeit sei in Ober- und Niederösterreich sowie Salzburg und Kärnten das Eintrittsalter mit zehn Jahren festgelegt. Im Burgenland ist ein Gesetzesentwurf in Begutachtung, der der Feuerwehr ermöglichen soll, das Alter selbst festzusetzen. Auch andere Bundesländer hätten die Absicht, die Altersgrenze für den Beitritt zu senken, Tirol etwa auf elf Jahre. „Der Trend geht eindeutig zu zehn Jahren“, so Seidl. Eine Senkung sei innerhalb der Verbände in den nächsten zwei, drei Jahren vorgesehen.

„Das bedeutet für uns, zu berücksichtigen, dass ein zehnjähriger Bub völlig andere Interessen und Erwartungshaltungen hat, als eine 16-jährige junge Dame“, meint der Landesfeuerwehrkommandant. Künftig werde man deshalb auch Feuerwehrgruppen für Zehn- bis Zwölfjährige bilden, wo Sport und Spiel dominieren. Die Ausbildung stehe dabei noch an der zweiten Stelle.

Die Angehörigen der zweiten Jugendstufe – die derzeitigen Feuerwehrjugendlichen von 13 bis 15 Jahre – sollen wie bisher auf den Übertritt in den Aktivdienst vorbereitet werden. Dabei gehe die Feuerwehrausbildung voran, „Sport und Spiel treten ein bisschen in den Hintergrund.“

Im Zuge der Umstellung müssten auch völlig neue Lehr- und Lernunterlagen ausgearbeitet werden. „Wir werden uns dabei die Erfahrungen aus Ober- und Niederösterreich zugute halten“, so Seidl. Im Burgenland verfügen um die 140 Wehren über eine Jugendfeuerwehr:
„Der Gedanke ist in jedem Fall, das freiwillige Feuerwehrwesen auch in Zukunft zu sichern und frühzeitig damit zu beginnen.“

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