Österreicher sehen sich EU-weit am stärksten diskriminiert

Jeder vierte Österreicher fühlt sich diskriminiert oder belästigt. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag der EU-Kommission hervor, die am Dienstag in Brüssel vorgestellt wurde.

Konkret gaben dabei 25 Prozent der Österreicher an, in den vergangenen zwölf Monaten diskriminiert oder belästigt worden zu sein.

Im EU-Durchschnitt sehen sich 15 Prozent diskriminiert. Elf Prozent der Befragten in Österreich nannten Diskriminierung wegen ihres Alters als Grund.

Dabei gaben auch 57 Prozent der Österreicher an, dass ihr Land genügend Anstrengungen unternimmt, um alle Formen der Diskriminierung zu bekämpfen. Im EU-Schnitt sind weniger als die Hälfte der Befragten davon überzeugt. Bei der Frage nach verschiedenen Arten von Diskriminierung nannten 60 Prozent der Österreicher Benachteiligungen aufgrund der ethnischen Herkunft als verbreitet in ihrer Heimat. 28 Prozent der Österreicher würden sich “unwohl” fühlen, einen Sinti oder Roma als Nachbarn zu haben, im EU-Durchschnitt sind es 24 Prozent, in Italien und Tschechien fast die Hälfte der Befragten (je 47 Prozent).

38 Prozent der Österreicher sehen eine verbreitete Diskriminierung von Behinderten in ihrer Heimat. Die Diskriminierung von Homosexuellen halten 43 Prozent der Österreicher für eine häufige Praxis. EU-weit wird die sexuelle Ausrichtung als zweithäufigster Grund für Diskriminierung angegeben. Die Diskriminierung wegen Religion sehen 41 Prozent der Österreicher als gängig an, Altersdiskriminierung betrachten 35 Prozent der Österreicher als verbreitet in ihrem Land. Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts sehen 27 Prozent der Österreicher als üblich an.

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