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Österreich will kein Kanonenfutter sein

Etwas mehr als 44 Monate nach der Vergabe durch den Europäischen Handballverband (EHF) fällt am Dienstag der Startschuss zur Herren-EM in Österreich. Auf den Gastgeber, der erstmals an der Endrunde teilnehmen darf, wartet zum Auftakt der Gruppe B in Linz (18.00 Uhr) gleich ein schwerer Brocken, nämlich Titelverteidiger Dänemark.

Bei aller spür- und sichtbarer Anspannung ist Teamchef Dagur Sigurdsson “heilfroh, dass es endlich los geht”.

“Das war fast wie eine Schwangerschaft, die mehrere Jahre gedauert hat”, meinte Sigurdsson, der am Montagvormittag mit seiner Truppe das letzte Videostudium absolvierte und am Montagabend in der EM-Arena auf der Gugl das Abschlusstraining leitet. Erst dann gibt der Isländer sein EM-Aufgebot bekannt, das nicht 16, sondern nur 15 Spieler umfassen wird. Damit lässt sich Sigurdsson die Möglichkeit offen, jederzeit einen Spieler nachnominieren zu können.

“90 Prozent meiner Arbeit sind erledigt, jetzt liegt es an den Jungs”, weiß Sigurdsson, der als Teilnehmer an der WM 1997, EM 2002 und an Olympia 2000 seinen Akteuren ein wesentliches Detail voraus hat. “Ich bin der einzige im Kader, der schon bei einem Großereignis gespielt hat.” Dementsprechend steht der 36-Jährige den Spielern auch im mentalen Bereich zur Seite.

Trotz der fehlenden Erfahrung hat Sigurdsson für Dienstag “ein gutes Gefühl, wir haben einen guten Spielplan für Dänemark”. “Ich habe volles Vertrauen in meine Spieler. Sie spüren, dass wir nicht nur eine künstlich aufgeblasene Hoffnung haben. Die Mannschaft zu verarschen, und uns stark und den Gegner schwach zu reden, das würde sowieso nicht funktionieren.”

Österreichs Kapitän Viktor Szilagyi hat auf Clubebene schon zahlreiche wichtige internationale Partien bestritten, schließlich hat der 31-Jährige bereits die Champions League (2007) und zweimal den EHF Cup (2005, 2009) geholt. Die Heim-EM löst aber auch bei Szilagyi ein ganz spezielles Kribbeln aus. “Der Tag ist gekommen, auf den man sich mental seit Jahren innerlich vorbereitet hat. Punkto Nationalteam ist diese EM natürlich mein absolutes Karrierehighlight.”

Die unmittelbare Turniervorbereitung hat Österreich seit 2.1. absolviert. In den vergangenen Tagen war die Mannschaft in Bad Leonfelden stationiert, seit Sonntag ist sie im Linzer Marriott-Hotel untergebracht. “Wir haben uns jeden Tag mit dem Gegner beschäftigt. Dann will man irgendwann auch gegen ihn spielen”, so Szilagyi. Die große Anspannung sieht Szilagyi als “leistungsfördernd”, die Turnierziele formulierte der gebürtige Ungar klar und deutlich: “Wir wollen nicht nur mitspielen, wir wollen Punkte holen. Wichtig wird unser Auftreten sein, wir müssen uns von Anfang an Respekt verschaffen.”

Echten Heimvorteil genießt Patrick Fölser, der Linzer ist der einzige Oberösterreicher im ÖHB-Kader. Auch für ihn ist der Olympische Gedanke zu wenig. “Wenn uns Dänemark eine Chance bietet, dann wollen wir sie auch nützen. Wir wollen zeigen, dass wir international aufgeholt haben und kein Kanonenfutter sind”, meinte der Kreisspieler, der so wie Szilagyi sein Geld in der deutschen Bundesliga verdient.

“Für jeden Spieler ist diese EM eine Premiere, niemand war bisher bei so einer großen Veranstaltung dabei. Aber die Vorfreude ist größer als die Nervosität.” Fölser wird die EM übrigens mit goldenen Schuhen bestreiten, Sportartikelhersteller Hummel stellt diese Spezialanfertigung – mit Namenszug – pro EM-Teilnehmer einem Akteur zur Verfügung. Bei Auftaktgegner Dänemark wird Flügelstar Lars Christiansen in Gold spielen.

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