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Österreich nach 0:1 gegen Chile Vierter

Österreichs Team hat die U20-Fußball-WM in Kanada auf dem vierten Platz beendet. Der ÖFB-Nachwuchs verlor das Spiel um Platz drei in Toronto gegen Chile unglücklich 0:1 (0:1).

Für den entscheidenden Treffer sorgte Martinez kurz vor der Pause per Volley-Schuss nach einer Freistoßflanke.

Die rot-weiß-roten Jung-Kicker boten aber vor den Augen von ÖFB-Präsident Friedrich Stickler und Austria-Mäzen Frank Stronach zum Turnier-Abschluss neuerlich eine starke Leistung und hatten bei zwei Riesen-Chancen durch Okotie und Harnik (63.) sowie abermals Harnik (89.) großes Pech.

Teamchef Paul Gludovatz blieb auch im siebenten und letzten WM-Spiel seiner Philosophie treu und veränderte die Anfangsformation im Vergleich zur 0:2-Niederlage im Semifinale gegen Tschechien an fünf Positionen. Im Tor begann diesmal Lukse, die gesperrt gewesenen Madl und Stanislaw kehrten zurück. Außerdem spielten vom Start weg wieder Junuzovic und Okotie, dafür saßen Hoffer und Harnik zunächst auf der Bank.

Im Mittelfeld bot der Coach fünf Kicker auf, deren Stärken im Zentrumsspiel liegen, um das starke „Herzstück“ der Chilenen unter Kontrolle zu bringen. Dies sollte sich vorerst bezahlt machen, denn die Südamerikaner fanden nur selten einen Weg, die österreichische Defensive zu überwinden. In der 12. Minute musste sich Lukse bei einem Schuss von Vidangossy strecken, in der 30. Minute köpfelte Silva freistehend daneben und in der 35. Minute war Lukse bei einem Vidal-Freistoß auf dem Posten.

Die ÖFB-Kicker, die sich allesamt ihre Hinterkopf-Haare rot-weiß-rot hatten färben lassen, hielten die Chilenen in der ersten Hälfte aber weitgehend in Schach und hatten selbst durch Okotie (16./Chile-Goalie Toselli wehrte mit dem Knie ab), Hinum (25.) und Prödl (34./jeweils Kopfball daneben) gute Einschussmöglichkeiten.

Das entscheidende Gegentor resultierte schließlich aus einer Unachtsamkeit in der Abwehr bei einer Standard-Situation. Sepulveda brachte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Freistoß zur Mitte und Martinez durfte relativ ungehindert volley einschießen.

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Österreicher das Heft in die Hand und erarbeiteten sich zunächst Möglichkeiten praktisch im Minutentakt. Okotie verfehlte eine Madl-Flanke (48.), Rasswalder und Kavlak (jeweils (49.) sowie Hackmair (52.) fanden mit Weitschüssen in Toselli ihren Meister. Die große Chance auf den Ausgleich hatten die ÖFB-Junioren in der 63. Minute: Nach einer Junuzovic-Flanke traf Okotie per Volley die Latte, den abspringenden Ball nahm der kurz zuvor eingewechselte Harnik ebenfalls direkt, Toselli blieb aber mit einer Glanzparade Sieger.

Erst nach Gelb-Rot gegen Madl (68.) geriet der Spielfluss der Österreicher etwas ins Stocken, dennoch kämpften sie als tonangebende Mannschaft bis am Schluss verbissen um den Ausgleich. In der 89. Minute blieb Prödl und Co. der Torjubel im Hal stecken, als Harnik mit einem Volley den auf der Torlinie postierten Martinez anschoss und Toselli den abspringenden Ball aus dem Tor fischte. Die ÖFB-Elf reklamierte vergeblich, dass der Ball die Torlinie bereits überschritten hätte.

Die Chilenen verlegten sich in der zweiten Hälfte ausschließlich auf Konter und hätten in der 83. Minute auf 2:0 stellen müssen, doch Lukse schnappte dem allein auf ihn zulaufenden Peralta den Ball noch vom Fuß.

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