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Österreich lässt keine Einlagen ausfallen

Auch Österreich wird keine Einlagen von Sparkunden ausfallen lassen. Dies verlautete unisono am Donnerstag aus der Kreditwirtschaft.

Über die Modelle dazu rauchen weiter die Köpfe. Etliche einflussreiche Banker präferieren eine befristete Totalabsicherung aller Spareinlagen wie etwa in Irland. Banken müssten dazu eine Garantiegebühr an den Staat zahlen.
Überwiegend sind nach einem APA-Rundruf Banker dafür, dass Österreich sich einer EU-weiten Aufstockung staatlicher Garantien anschließt, wenn in Europa so etwas Platz greift. Andere sind skeptisch, fürchten, dass vor allem börsenotierte Banken weiter Spielball der Zocker bleiben würden.

Beim Sparkassenverband in Österreich sieht Generalsekretär Michael Ikrath für Österreich-Banken keine Sorgen und auch keinen unmittelbaren Anlass für solche Totalgarantien – kommt das auf EU-Ebene, wäre er aber dafür.
Raiffeisen-International-Chef Herbert Stepic hält das irische Modell (Volle Garantie für alle Spareinlagen der Banken für zwei Jahre) für “clever”, weil damit Vertrauen zurück komme.
Bei den Volksbanken hält Verbandschef Hans Hofinger wenig davon, auch er sieht keinen Grund. Er fürchtet auch, dass im Fall eines EU-Hilfsfonds für Banken irgendwann auch einmal unbeteiligte Banken selber zum Handkuss kommen könnten, dass die Staaten ihre “Beiträge” von der Bankindustrie mitfinanziert haben wollten.

Ein parlamentarisches Vorhaben, die gesetzliche Einlagensicherung von derzeit 20.000 Euro anzuheben, hat es nach APA-Informationen vor einigen Wochen auch hierzulande gegeben. Die Initiative soll aber relativ kurzfristig abgeblasen worden sein, man wartet jetzt auf EU-Initiativen.

BZÖ-Chef Jörg Haider hat sich angesichts von “Horrormeldungen” über internationale Bankencrashes am Donnerstag für eine Erhöhung der Einlagensicherung in Österreich auf 50.000 Euro ausgesprochen.
Die FPÖ ist für eine Anhebung auf 100.000 Euro.
Im Finanzministerium hielt man sich auf APA-Anfrage dazu bisher bedeckt.

Bei den Geldinstituten, Konsumentenschützern und Vermögensberatern häufen sich derzeit besorgte Anfragen von Kunden, die wissen wollen, wie es um ihr Geld steht. “Die Sorgen sind total unbegründet”, sagen die Banker. Erhöhter Beratungsaufwand wird von den Instituten bestätigt, namentlich auch von der größten Bank im Land, der Bank Austria, deren Mailänder Mutter spekulativen Attacken ausgesetzt ist. Einen Medienbericht über angeblichen Bargeldmangel in einzelnen Wiener Filialen am Mittwoch hat die Bank Austria am Donnerstag entsetzt als falsch und verantwortungslos zurückgewiesen.
“Am Monatsanfang sind Bargeldbehebungen immer höher”, sagte ein Banksprecher zur APA. Wegen der Gefahr von Überfällen sei, aus Sicherheitsgründen, in den Filialen die Bargeldbevorratung schon lange beschränkt. In Einzelfällen könne es daher temporär zu einem Engpass kommen. “Es gab und gibt in unseren Filialen aber keine Probleme”, stellte die Bank dezidiert fest. “Jeder Kunde erhält sein Geld.” Österreich hat im internationalen Vergleich hohe Spareinlagen, die Banken hierzulande hätten aber – anders als andere – keine “giftigen” Produkte in ihren Büchern, verlautete aus den Häusern.
Sparkassenverbandschef Ikrath verwies am Donnerstag im APA-Gespräch darauf, dass 87 Prozent der Sparer ihre Gelder bei den “dezentralen” Sektoren angelegt hätten, also bei Raiffeisen, Sparkassen, Volksbanken, die über die gesetzliche Einlagensicherung sektorintern ohnedies bereits wechselseitige Haftungen und Garantiefonds bis 100 Prozent garantierten.

In den vergangenen Jahrzehnten hatten die heimischen Banksektoren schon unter Beweis gestellt, dass auch größere Einzel-Probleme intern gelöst wurden: So wurde vor Jahrzehnten die seinerzeitige Girozentrale einmal von den Sparkassen sektorintern “gestützt”, in den Volksbanken stellten sich vor vielen Jahren die Sektorbanken ebenfalls hinter die damalige ÖVAG.
Vor zwei Jahren halfen die großen Banken dem österreichischen Staat dabei, die BAWAG “durchzubringen”. Der Staat übernahm für die BAWAG eine (befristete) Garantie.

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