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Österreich-Aufschlag auf Lebensmittel bestätigt

Das seit zehn Wochen vom Sozialministerium durchgeführte Preismonitoring hat die Existenz eines hausgemachten Österreich-Aufschlags auf den Lebensmittelpreis bestätigt.

Aus dem Vergleich eines Warenkorbs zwischen Österreich und Deutschland geht hervor, dass die österreichischen Produkte im Schnitt um 14 Prozent teurer sind, sagte Sozialminister Buchinger am Mittwoch.

Damit seien ähnliche Berechnungen der Arbeiterkammer (AK), die mit einem etwas anderen Warenkorb auf einen Preisunterschied von (steuerbereinigt) 16 Prozent kommen, bestätigt, sagte Buchinger. Das Teuerungsthema spielt eine zentrale Rolle im laufenden Nationalratswahlkampf.

Viel teurer sind die österreichischen Supermärkte etwa bei kohlensäurehaltigen Limonaden oder Teigwaren. Grundnahrungsmittel schwankten von Woche zu Woche oft stark, unter dem Strich sei die Preisentwicklung über den Sommer leicht gestiegen oder stagniert, referierte Buchinger. Davon unbeeinträchtigt sei, dass sich die Lebensmittel im Jahresabstand um 7,4 Prozent verteuert hätten. “Auffällig” sei auch, dass sich die angeschriebenen Preise häufig von den an der Kassa verrechneten Preisen unterschieden.

Die Verantwortlichkeit für Maßnahmen gegen die Teuerung “liegt jedenfalls beim Wirtschaftsministerium. Da habe ich, aber nicht nur ich, den Eindruck, dass zögerlich und nicht mit aller Kraft vorgegangen wird”, sagte Buchinger. Wirtschaftsminister Bartenstein solle Betriebsprüfungen bei den Lebensmittelketten veranlassen, rechtliche Probleme gebe es dabei keine, sagte der Sozialminister. Buchinger befürwortet die Einrichtung einer Internetplattform, auf der die Handelsketten selbst die Preise ihres Warensortiments “a jour” halten würden – dies sei unbürokratisch und biete den Konsumenten volle Transparenz, sagte der Sozialminister.

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