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Steinhauer verfilmt "Fall Foco"

Der Schauspieler und Kabarettist Erwin Steinhauer will den die Linzer Justiz bereits seit zwei Jahrzehnten beschäftigenden "Fall Foco" verfilmen.

Das berichteten die „Oberösterreichischen Nachrichten“ (OÖN) in ihrer Montag-Ausgabe. Foco habe über seine Anwälte das Einverständnis zu diesem Film gegeben.

Der Fall Foco beschäftigt Polizei und Justiz seit dem Jahr 1986. Damals war in Linz eine Prostituierte ermordet worden, ein Jahr darauf wurde Tibor Foco von einem Geschworenengericht für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt. Foco selbst beteuerte immer seine Unschuld. Das Urteil aus dem Jahr 1987 wurde zehn Jahre später aufgehoben, eine Wiederaufnahme des Verfahrens folgte. Schließlich erhob die Staatsanwaltschaft Linz neuerlich Anklage gegen Foco wegen des Verdachts des Mordes an der Prostituierten. Gegen diese Anklage erhob der Verteidiger Focos Einspruch, welcher abgelehnt wurde – die Anklage ist inzwischen rechtskräftig.

Verhandelt werden konnte aber bisher nicht, da Foco 1995 bei einem Studienausgang in der Linzer Universität geflüchtet und seither untergetaucht ist. Eine internationale Fahndung brachte bis jetzt kein Ergebnis.

Der Film handelt von einer von Christiane Hörbiger gespielten Geschworenen, die von der Unschuld Focos überzeugt ist. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschwornen will sie eine Wiederaufnahme des Falles erwirken. Als diese abgelehnt wird, beschließt sie, Foco bei der Flucht zu helfen. „Ich spiele den Vorsitzenden, der von der Geschwornen von Focos Unschuld überzeugt wird“, wird Steinhauer zitiert. Drehbeginn soll am 25. September sein.

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