Stefan Ulmer spielt sich ins Schaufenster

©Heimo Kofler
Der Eishockey-Junior aus Dornbirn macht große Schritte in seiner Karriere.

Mit den Spokane Chiefs gewann er im letzten Jahr den Memorial Cup, die wichtigste Nachwuchstrophäe im nord-amerikanischen Eishockey. Und auch in dieser Saison setzte Stefan Ulmer bereits einen Meilenstein: Der eben 18 Jahre alt gewordene Verteidiger führte Österreichs Junioren-Nationalteam bei der B-WM in Dänemark erstmals nach fünf Jahren wieder zurück in die Elitegruppe. „Ein wichtiger Schritt für unser Eishockey. International wird man nur wahrgenommen, wenn man in der A-Gruppe spielt”, erzählt er bei seinem Kurzurlaub in der Heimat. Ulmer war der Baumeister des WM-Unternehmens: top in der Plus-Minus-Bilanz, mit elf Punkten (darunter fünf Tore) bester Scorer – weil das für einen Verteidiger alles andere als alltäglich ist, wurde der Dornbirner auch zum besten Verteidiger des Turniers gewählt. „Die Rolle beim Nationalteam hat mir gepasst”, sagt Ulmer. Dabei hatte der USA-Legionär nur gerade zwei Tage Zeit, sich auf die größere, europäische, Eisfläche umzustellen. der Abwehrcrack konnte seine Fähigkeiten dann aber rasch ausspielen: „Ich hatte viele Freiheiten, wurde an der blauen Linie gut freigespielt, das Überzahlspiel hat funktioniert. „Dass wir wieder den Aufstieg in die A-Gruppe geschafft haben, ist schon ein großer Schritt fürs österreichische Eishockey. Dann steht man auch international in der Auslage.”

Es gibt viel zu tun

Auch bei seinem Klub in Spokane läuft es für Ulmer rund. „Ich habe im Sommer an meinem Körper gearbeitet, bin viel Rad gefahren, war oft in der Kraftkammer.” Und auch auf dem Eis fleißig. Nach dem täglichen Training mit seinen Chiefs legt er mit einem Torhüter noch eine Sonderschicht ein: 100 Schüsse pfeffert Ulmer von der blauen Linie aufs Tor. „Coach Hardy Sauter setzt auf mich. Aber er hat mir auch gesagt, an welchen Dingen ich zu arbeiten habe.”

Für die NHL interessant

In Ulmers aktueller Statistik stehen sechs Tore und 19 Assists in 37 Spielen – auf 40 Punkte möchte er im Grunddurchgang kommen. „Dann wird man für den NHL-Draft interessant.” In einigen Notizbüchern der Scouts steht sein Name bereits, das weiß sein Manager Jerry Barkley. Auf dem Weg zu diesem Ziel würde Ulmer, der ab und zu auch Stürmer spielt, auch ein Platz im Nationalteam in der Olympia-Qualifikation oder bei der A-WM im Mai in der Schweiz freuen: „Bisher habe ich noch nichts vom Eishockeyverband gehört. Aber ein Einsatz bei den Großen, das wäre eine ­feine Sache.”

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