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Statikfehler: Litzbrücke wird wieder abgerissen

Die Litzbrücke muss wieder abgerissen werden.
Die Litzbrücke muss wieder abgerissen werden. ©VN/Joachim Schwald
Eigentlich sollte die Litzbrücke zwischen Schruns und Bartholomäberg im November dem Verkehr übergeben werden, doch daraus wird jetzt nichts.

Es wird ein weiteres Jahr bis zur Eröffnung dauern, denn wie sich drei Monate vor Fertigstellung herausgestellt hat, sind dem statischen Büro gravierende Fehler bei der Berechnung der Tragkraft unterlaufen. Es wurde zu wenig tragfähiger Stahl in den Stützpfeilern verbaut. Die Brücke als Teil der Silbertaler Straße (L 95) sei zwar nicht vom Einsturz bedroht, doch genügt die Tragkraft vor allem für den Schwerverkehr nicht.

Schaden in Millionenhöhe

Schätzungen des Landesstraßenbauamtes zufolge beläuft sich der durch den Statikfehler und den notwendigen Neubau entstandene Schaden auf zumindest 1,4 Mill. Euro. Wie der ORF Vorarlberg berichtet, ist die Haftungsfrage bereits erklärt. Demnach wird die Versicherung des Ingenieursbüros für den Schaden aufkommen. Dem Steuerzahler soll keinerlei Schaden entstehen. Nach Angaben des Ingenieursbüros sei bei der Bemessung der Tragkraft richtig gerechnet worden, der Fehler sei jedoch bei der planerischen Umsetzung der Berechnungen entstanden.

Land will öfter Prüf-Statiker einsetzen

Das Land prüft nun, ob man in Zunkunft häufiger auf Prüf-Statiker zurückgreifen kann, die die statischen Berechnungen des Ingenieursbüros zusätzlich kontrollieren. Bei größeren Bauvorhaben ist dies bereits üblich. Bei der Litzbrücke wurde laut der Abteilung Straßenbau des Landes aber darauf verzichtet, weil das Bauprojekt zu klein sei.

Zur Brückenerneuerung

Die Erneuerung der Brücke war im vergangenen Jahr aus sicherheitstechnischen Gründen in Auftrag gegeben worden, ursprünglich geplant waren Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro. Die Brücke wird in ihrer Lage und Höhe nach der Erneuerung weitgehend unverändert bleiben, die Fahrbahnbreite wurde von 5,5 Meter auf 6,5 Meter verbreitert und zugleich wurde eine Engstelle an der Brückenrampe beseitigt. Weiters wird die Hochwassersicherheit durch eine geänderte Brückengeometrie, die den Durchflussquerschnitt erhöht, verbessert.

Den neuen Planungen zufolge wird mit einem Abschluss der Bauarbeiten bis Sommer 2017 gerechnet. Bis dahin wird der Verkehr weiter mit Ampelregelung einspurig über eine Hilfsbrücke geführt.

(Quelle: Vorarlberger Nachrichten/APA/Red.)

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