Startup: App-Baukasten mit Vorarlberger Know-how

Lukas Gehrer und sein Team aus Höchst starten mit appful.io durch.
Lukas Gehrer und sein Team aus Höchst starten mit appful.io durch.
Lukas Gehrer (22) aus Höchst und sein Team übernehmen das vielversprechende Mainzer IT-Unternehmen appful.io.

Die Appful GmbH, Lukas Gehrer und Black Panther Ventures UG haben heute ihre Firmenübernahme bekannt gegeben. Der 22-jährige Jungunternehmer aus Höchst und sein Team beteiligen sich bis Ende des Jahres mehrheitlich an Appful und übernehmen die operative Führung. Damit gelangt eines der vielversprechendsten Startups im Bereich der App-Baukästen für iOS und Android in Vorarlberger Hände.

Die Appful GmbH mit ehemaligem Sitz in Mainz wurde von Jürgen Ulbrich und Oskar Neumann im Jahre 2016 gegründet. Die damals 18-Jährigen machten aus der Idee über die Jahre eine der relevantesten Firmen im Baukasten-Markt für mobile iOS- und Android-Apps. Ihre Dienstleistung wurde bereits von Vaude, Greenpeace und Peta verwendet. Im VOL.AT-Interview spricht der Jungunternehmer seine Pläne

IT-Unternehmer Lukas Gehrer aus Höchst.

VOL.AT: Was macht "appful.io"besser als die Konkurrenz? Wie wollen Sie sich am Markt behaupten?

Lukas Gehrer: App-Baukästen gibt es viele. Die wenigsten kommen aber aus Europa. Und so gut wie gar keiner hat einen deutschen Support, bei dem man jeden Tag als Kunde anrufen kann. Wir lassen die Nutzer mit dem Baukasten also nicht alleine (wie das ein Webseiten-Baukasten macht oder auch ein reiner Software-as-a-Service-Dienst), sondern planen gemeinsam mit ihm zusammen die App, sodass sie optimal für seinen Anwendungsfall passt. Apps müssen wirklich gut gemacht sein, ansonsten hat man heute keine Chance gegen Giganten mit Millionen-Budget.

VOL.AT: Wie hoch waren die Kosten für die Übernahme, wie viel Prozent halten Sie nun als Mehrheitseigentümer?

Lukas Gehrer: Wir halten jetzt 70 Prozent. Als Kaufpreis fiel ein fairer Multiple des Jahresumsatzes an, wie das bei Software-Unternehmen üblich ist. Wir möchten darüber aber öffentlich bewusst nicht sprechen, auch wenn es viele interessiert. Ich denke, die Zahl wäre auch aus dem Zusammenhang gerissen.

VOL.AT: Mit wie viel Risiko war die Übernahme verbunden?

Lukas Gehrer: Mit 22 Jahren eine Firma zu übernehmen ist immer ein großes Risiko. Vor allem, wenn du verantwortlich für Arbeitsplätze auf der einen Seite und bestehende Kunden auf der anderen Seite, bist. Da schläft man nicht jeden Tag so gut ein, das gebe ich zu. Allerdings macht es dieser Kick auch aus. Es ist für mich der größte Antrieb zu wissen, es hängt jetzt von mir ab, was daraus wird.

VOL.AT: Wie viele Mitarbeiter beschäftigt appful.io?

Lukas Gehrer: Wir sind ein sehr kleines Team aus vier Leuten. Zwei Entwickler, ein Designer und einer im Verkauf. Meine Aufgabe besteht jetzt darin, für 2022 die richtige Größe des Teams zu finden, sodass wir gesund, nicht zu schnell und nicht zu langsam wachsen können.

Die App bringt Websites auf Smartphones.

Das steckt hinter Appful

Mit Appful kann sich jeder mit einer WordPress-Webseite eine eigene mobile App für die Betriebssysteme iOS und Android zusammenbauen. Ganz ohne Entwickler-Hilfe. Dieses Baukasten-System kennt man bereits von Webseiten, die man sich heute auch ganz einfach im Internet zusammen klicken kann. Bei Appful fällt dann eine jährliche Abo-Gebühr
an, wenn der Nutzer sich dazu entscheidet, mit der App im Apple App Store für iPhones oder Google Play Store für
Android-Handys zu starten.

(VOL.AT)

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