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Startschuss für Bulgariens zweites Atomkraftwerk

Bulgariens Regierungschef Sergej Stanischew hat am Mittwoch mit dem ersten Spatenstich auf einer Feier den Baubeginn des zweiten bulgarischen Atomkraftwerks eingeläutet.

Die Vorarbeiten zur Errichtung der Anlage in der nordbulgarischen Stadt Belene sind damit offiziell gestartet. Der Bau des Ersten der beiden 1000-Megawatt-Reaktoren des Kraftwerks soll im März 2009 beginnen und das Projekt Ende 2013 abgeschlossen sein. Die Kontrollbehörde in Sofia hat das Projekt des russische Unternehmen Atromstrojexport jedoch noch gar nicht genehmigt.

Während Stanischew bei der Feier zur Grundsteinlegung vom Atomkraftwerk als dem “größten Industrieprojekt der letzten 18 Jahre” sprach, hagelte es von der Opposition Kritik. Der Gründer der oppositionellen GERB-Partei, Bojko Borissow, bezeichnete den Spatenstich als “populistische PR-Aktion”. Trotz Warnungen von Kritikern, der Standort rund 160 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Sofia sei erdbebengefährdet, hatte die EU-Kommission Anfang Dezember 2007 Grünes Licht für das Projekt gegeben.

Mit dem neuen, rund vier Milliarden Euro teuren Kraftwerk hofft Bulgarien, wieder zu einem großen Energieexporteur zu werden, nachdem ein anderes Atomkraftwerk auf Weisung der EU 2006 teilweise hatte schließen müssen. Am Standort Belene müssen zunächst die Baureste eines Projektes für ein Kernkraftwerk aus kommunistischer Zeit abgerissen werden. Auf Druck von Umweltorganisationen wurde dessen Bau vor 17 Jahren eingestellt. Auch jetzt gibt es wieder Kritik vor allem wegen der russischen Technologie und der möglichen Erdbebengefahr in der Region.

Das Kraftwerk im an der Donau gelegenen Belene werde die “zuverlässigste, sicherste und effizienteste” Atomanlage, sagte der Chef von Atomstrojexport, Leonid Resnikow, bei der Grundsteinlegung am Mittwoch. Das deutsch-französische Konsortium der Konzerne Areva und Siemens liefert die Sicherheits- und Kontrollsysteme sowie die technischen Anlagen zur Beheizung und Belüftung der beiden Reaktoren.

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