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Start-up-Methoden anwenden

Im Innovation Lab der VKW herrscht auch schon rein optisch eine andere Atmosphäre als in anderen Abteilungen der VKW.
Im Innovation Lab der VKW herrscht auch schon rein optisch eine andere Atmosphäre als in anderen Abteilungen der VKW.
Innovation Lab der illwerke vkw geht moderne Wege.

Die Versorgung des Landes mit Strom und Wärme. Das ist eines der Hauptziele der Vorarlberger Kraftwerke (VKW). Beständigkeit und Sicherheit sind da entscheidende Werte. „Schnellschüsse“ und nicht vollkommen ausgetestete Produkte sind deshalb etwas, wofür das größte Energieunternehmen des Landes nicht bekannt ist. Gleichzeitig entwickeln sich aber laufend neue Produkte, die von kleinen, sehr schnell agierenden Unternehmen gestartet werden. In der Start-up-Landschaft ist Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit wichtig: wer sein Produkt nicht dem Markt anpasst, verliert – und wer als Zweiter kommt, hat bereits verloren. Auch im Energiesektor sorgen Start-ups international für Aufsehen. Die VKW haben sich deshalb entschlossen, Raum für Start-upMethoden zu schafen. Mit dem Innovation Lab wurde ein Tochterunternehmen gegründet, das wie ein Start-up arbeitet. Innovative Ideen sollen hier entwickelt und geprüft werden: was sich als gut erweist, wird ausgebaut, alles andere dient als Lernstof für spätere Projekte. Ein gutes Beispiel für diesen Ansatz ist der Stromify Marktplatz. Dabei geht es darum, lokale Energieproduzenten und den Endverbraucher direkt zusammenzubringen. Ähnlich wie das Gemüse vom lokalen Bauern soll auch der Strom direkt bezogen werden. Einen derartigen Marktplatz zu entwickeln, bedarf großer Ressourcen und noch ist ofen, ob in Vorarlberg ein derartiges Produkt Abnehmer inden kann. „Wir haben uns entschieden, das zu testen“, erklärt Alex Schmidt. Als Vorbild nennt er AirBnB. Die Entwickler des heute omnipräsenten Zimmervermittlers haben, als sie das Unternehmen starteten, zwei Dinge getestet: Wäre jemand bereit, Geld dafür zu bezahlen, bei Ihnen in der Wohnung auf einer Luftmatratze zu schlafen?

Und in weiterer Folge: Wäre auch jemand anderer bereit, fremden Menschen in seiner Wohnung einen Platz anzubieten? Als beide Fragen mit Ja beantwortet waren, startete die Entwicklung durch. Der Rest ist Geschichte.

Minimum Viable Product

Entwickelt wird deshalb erst einmal nur ein „Minimum viable Product“: ein Pilot-Produkt, das gerade genug Funktionen hat, um die ersten Nutzer zufriedenzustellen, das aber weit entfernt vom Endprodukt ist. Beim Stromify Marktplatz hat das Innovation Lab drei Produzenten eingeladen, mitzuarbeiten. Die stellen sich auf der Homepage dar und bieten ihren Strom über Marktpreis an: im Gegenzug bieten sie persönlichen Kontakt und auch kleine Goodies. Die potenziellen Kunden bekommen eine funktionelle Homepage und den Kontakt zu den Produzenten. Neben dem Produkt Strom entscheiden hier Sympathie, regionale Nähe und die Präferenz für gewisse Arten der Stromerzeugung. Die Kunden können auch ihre Mehrkosten ausrechnen. Aber das Geschäft kommt erst zustande, wenn eine kritische Zahl an Kunden gefunden worden ist. Dann würde auch die Homepage zu einem richtigen Marktplatz fertig entwickelt. Ein skalierbares Produkt könnte entstehen, das über die Grenzen Vorarlbergs hinaus Produzenten und Kunden gewinnen könnte.

Testphase läuft

Aktuell läuft die 60-tägige Testphase. Sind 200 Vorarlberger Haushalte bereit, etwas mehr für den Strom zu bezahlen, um dafür zu wissen, woher der Strom kommt? „Wenn wir die 200 Personen inden, dann geht es weiter“, erklärt Schmidt. Wenn nicht, dann arbeitet das Team bereits an weiteren Ideen. VN-GMS

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