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Start des iPhones

29.06.2007 - Vor dem Verkaufsstart des neuen Apple-Mobiltelefons iPhone haben sich vor den Geschäften in den USA lange Warteschlangen gebildet. Die Bilder    Alle Videos zur neuen "Ikone"

Ausgerüstet mit Campingstühlen und Regenkleidung warteten am Freitag in New York dutzende Menschen vor den Läden des Herstellers Apple, wo das Musikhandy ab Freitagabend (18.00 Uhr Ortszeit, 24.00 Uhr MESZ) in den Verkauf kommen sollte.

Bereits am Montag hatten die ersten Interessenten Stellung bezogen. Erster in der Schlange war der 43-jährige Greg Packer, der sich 109 Stunden vor dem Verkaufsstart vor dem Laden positionierte. „Ich will der Erste sein, der es bekommt, und der Erste, der es sieht“, sagte der Technik-Fan.

Der Medien-Trubel um das iPhone rief auch Aktivisten politischer und sozialer Gruppen auf den Plan. Dritter in der Reihe vor dem Apple-Geschäft in New Yorks eleganter Fifth Avenue war der 21-jährige David Clayman. Sein Ziel war es, in den Medien Werbung für eine Hilfsorganisation Taproot Foundation zu machen. „Ich will einen Teil der Aufmerksamkeit auf die karitative Arbeit in dieser Stadt umlenken“, sagte Clayman. Das iPhone will er versteigern, um das Geld dann zu spenden. Andere in der Schlange hatten ihren Warteplatz bereits für 500 Dollar an Interessenten verkauft, die sich dann kurz vor Verkaufsbeginn selbst an vorderer Stelle einreihen wollten.

Experten in den USA rechnen damit, dass Apple allein am ersten Verkaufswochenende 200.000 bis 300.000 der Geräte absetzt. Für die Markteinführung wurden mehr als 2000 zusätzliche Verkäufer eingestellt. Das Gerät wird in den USA exklusiv in den 162 Verkaufsstellen von Apple sowie den mehr als 2000 Läden des Telefonanbieters AT&T verkauft. In Deutschland soll es erst gegen Ende des Jahres auf den Markt kommen.

Bereits vor Verkauftsstart war das iPhone auf dem besten Weg zum Kultobjekt, was vor allem am Äußeren liegen dürfte. Es ist nur etwa einen Zentimeter dick. Die glatte Oberfläche wird fast vollständig von dem Display eingenommen, dass sich durch Berührung steuern lässt. Nutzer können telefonieren, Musik hören, Videos ansehen, Emails schreiben und im Internet surfen. In dem Gerät ist der MP3-Musikplayer iPod integriert.

Kritiker beklagen, das iPhone sei mit – je nach Ausführung – 499 bis 599 Dollar viel teurer als herkömmliche Handys. Zudem müssen Käufer zwingend einen Vertrag mit dem Telefonanbieter AT&T abschließen, der zwischen 60 und 100 Dollar pro Monat kostet. Auch die beschränkte Speicherkapazität der iPhone-Batterie wurde bemängelt. Hier hat Apple nach eigenen Angaben nun nachgebessert. Die Verkaufsziele von Apple-Chef Steve Jobs nehmen sich auf den ersten Blick eher bescheiden aus: Er will 2008 rund ein Prozent des weltweiten Handy-Marktes erobern, was rund zehn Millionen Geräte wären. In der Oberklasse der Mobiltelefone würde Apple damit aber bereits auf zehn Prozent kommen.

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