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Starparade bei der EM 2010 in Österreich

Olympia- und WM-Gold ist im Herren-Handball bis dato ausschließlich an europäische Nationen gegangen. Es besteht also kaum Zweifel daran, dass sich bei der am Dienstag beginnenden EM die absolute Weltelite dieser Sportart in Österreich tummeln wird.
Die Superstars der EURO 2010

An der Spitze des großen Favoritenkreises steht der amtierende Weltmeister und Olympiasieger Frankreich, als erste Herausforderer werden Kroatien, Österreichs Auftaktgegner Dänemark und Spanien gehandelt.

Am Dienstag sind in Graz (Gruppe A), Linz (B), Innsbruck (C) und Wr. Neustadt (D) gleich alle 16 Teams im Einsatz, in den Mannschaften tummeln sich mehr als 150 Spieler von Champions-League-Teams. Die mit Abstand meisten EM-Akteure sind in der deutschen Bundesliga aktiv, die zweitmeisten im spanischen Oberhaus.

Die Top-Drei jeder Gruppe – also insgesamt 12 Teams – schaffen den Sprung in die Hauptrunde (ab 24.1.). Diese zu erreichen, ist das erklärte Turnierziel Österreichs. ÖHB-Teamchef Dagur Sigurdsson sieht “sechs bis acht Mannschaften auf Augenhöhe”, der Isländer zählt auch seine Heimat zu diesem Kreis. Auf einen Favoriten will sich Sigurdsson nicht festlegen, “da geht es so knapp zu, dass ein Tor entscheiden kann”.

In Gruppe A werden in Graz auf den Rängen die Kroaten klar den Ton angeben. Auch auf dem Spielfeld sind die Kroaten, die nach Olympia- (1996, 2004) und WM- (2003) nun auch EM-Gold wollen, gegenüber den Vorrundengegnern Russland, Norwegen und Ukraine zu favorisieren. Die Stars im Team sind vor allem der 111 kg schwere Kreisspieler Igor Vori (29) und der balltechnisch herausragende Regisseur Ivano Balic (30), der seine sportliche Karriere als Kind eigentlich als Basketballer begonnen hatte.

Von der WM 2003 bis zur WM 2007 wurde Balic sechsmal in Folge zum besten Spieler eines Großereignisses gewählt, das ist einsamer Rekord. Als Nachfolger von Balic auf der Position Mitte Rückraum wird der 21-jährige Domogoj Duvnjak aufgebaut, der in Österreich ebenfalls seine Klasse zeigen will. Die einstige Großmacht Russland war zuletzt 2009 nur WM-16., die bisher letzte Medaille holte man mit Olympia-Bronze 2004.

In Gruppe B ist Gastgeber Österreich als EM-Neuling der große Außenseiter gegen Dänemark, Island und Serbien. Die Dänen sind echte EM-Spezialisten, sie landeten bei den jüngsten vier Titelkämpfen auf den Rängen 3, 3, 3 und 1. Bekanntester Mann der Dänen ist – neben Tormann Kasper Hvidt – Lars Christiansen, der 37-jährige linke Flügelspieler ist seit 1996 für den deutschen Club Flensburg-Handewitt aktiv und hat im Nationalteam bereits knapp 1.400 Tore erzielt.

Bei Island, 2008 in Peking sensationell Olympia-Zweiter, ragt Olafur Stefansson (36) heraus, der in der Heimat des österreichischen Teamchefs Sigurdsson bereits fünfmal Sportler des Jahres war. Stefansson hat 68 Tore in Finalspielen der Champions League, die er mit Magdeburg (einmal) und Ciudad Real (dreimal) gewonnen hat, erzielt und ist damit in dieser Rangliste die klare Nummer eins.

Die Gruppe C ist mit Deutschland (u.a. Weltmeister 2007), Schweden (u.a. vierfacher Europameister), Polen (WM-Dritter 2009) und Slowenien (EM-Zweiter 2004) vom Papier her die ausgeglichenste. In Deutschland hat die Nationalmannschaft von Trainer Heiner Brand mit dem WM-Titel im eigenen Land ein “Wintermärchen” geschafft und eine sensationelle Euphorie ausgelöst.

Von dieser profitieren ganz Handball-Deutschland sowie die aktuellen Teamstützen wie (der nicht topfite) Tormann Johannes Bitter oder Holger Glandorf, Michael Kraus und Torsten Jansen noch heute. Zum letzten EM-Test gegen Brasilien waren 11.000 Fans in die Mannheimer Halle gekommen.

Der aktuell wohl kompletteste Handballer wird in Gruppe D im Trikot Frankreichs zu sehen sein. Und zum Glück von Österreich nicht in jenem Serbiens. Denn Nikola Karabatic wurde in Serbien geboren, zog jedoch 1988 als Vierjähriger aufgrund des handballspielenden Vaters Branko nach Straßburg. Karabatic hat bereits im Alter von 25 Jahren alles gewonnen, was das Handballerherz begehrt.

Auf Club-Ebene gewann Karabatic mit seinen Vereinen nicht nur alle nationalen Titel, sondern 2003 (mit Montpellier) und 2007 (mit Kiel) auch die Champions League. Mit dem französischen Team holte Karabatic bereits ebenfalls alle wichtigen Goldmedaillen, 2006 bei der EM, 2008 bei Olympia und 2009 bei der WM. Im Tor der Franzosen, die in der Gruppe auf Spanien, Ungarn und Tschechien treffen, steht Thierry Omeyer, seines Zeichens Welthandballer des Jahres 2008.

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