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Stammtisch: Schlussstrich unter Silvretta-Arena

Schruns - Die Silvretta-Arena dürfte bald Geschichte sein. Beim "VN"-Stammtisch in Schruns verständigten sich LH Sausgruber und Vertreter des Tales darauf, einen Schlussstrich zu ziehen. Umfrage  |  

“Es wäre ein Fehler, die Sache gegen den Willen eines Großteils der Bevölkerung weiterzubetreiben“, meinte Sausgruber. Und an die Adresse von Standesrepräsentant Dr. Erwin Bahl gerichtet: ,,Es muss in einer Demokratie möglich sein zu akzeptieren, dass man nicht immer mit dem Kopf durch die Wand kann.“

Auch Erwin Bahl zeigte diesbezüglich Einsicht, verteidigte jedoch die vielfach kritisierte Vorgehensweise. ,,Wir wollten das Projekt nicht geheimhalten, sondern haben, wo es möglich war, alle zuständigen Personen eingebunden“, so der Schrunser Bürgermeister. Die Bevölkerung hätte laut Bahl Anfang 2006 informiert werden sollen. ,,Es wurde uns jedoch geraten, zuerst alles zusammenzutragen, was für das Projekt wichtig ist“, begründete er den Umstand, dass es schließlich noch einmal ein Jahr dauerte, bis alles an die Öffentlichkeit kam.

Überschwänglichen Lobeshymnen auf den ebenfalls anwesenden Komponisten Herbert Willi folgte die Erklärung, man habe eben etwas Besonderes und Unverwechselbares für das Montafon machen wollen.

Vom Publikum ins Spiel gebrachte Alternativen wie das Novatal oberhalb von Gaschurn bezeichnete dessen Bürgermeister und Arena-Verfechter Martin Netzer zwar als mögliche, aber nicht richtige Variante. Als Gegenargument wurde immer wieder auch das raue Wetter auf der Bielerhöhe genannt. Was Erwin Bahl allerdings nicht gelten ließ. ,,Beim Musikantenstadl am Hochjoch hat es geschneit und am Arlberg wird jedes Jahr die Oper der Festspiele auch bei widrigsten Verhältnissen präsentiert“, hielt er dagegen. Trotzdem würden die Leute kommen, weil eben die Örtlichkeit eine besondere sei. ,,Uns kennt als Montafon kein Mensch, nicht einmal in München“, ließ Bahl die 250 Besucher wissen.

Dass eine Idee nicht umsetzbar ist, ist laut Sausgruber keine Schande. ,,Wichtig ist nur, auch mit dem Komponisten in einer guten und ordentlichen Form umzugehen“, betonte er und forderte die Verantwortlichen auf, aus ,,einer schwierigen Situation etwas Gescheites zu machen“. Es gehe jetzt darum, sich um andere Zukunftsprojekte zu kümmern. Derer gäbe es genug. Es fehlt ein Veranstaltungssaal, ein Hallenbad und auch die Grabserbahn steht vor dem Aus.

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