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Stall wird zum modernen Arbeitsplatz

Architekt und Bauherr Georg Bechter verwendete beim Projekt natürliche Baustoffe wie Stroh, Holz und Lehm.
Architekt und Bauherr Georg Bechter verwendete beim Projekt natürliche Baustoffe wie Stroh, Holz und Lehm. ©ME
Georg Bechter verwirklicht in Hittisau ein Vorzeigeprojekt. 
Projekt in Hittisau

Hittisau. Nahe dem Hittisauer Ortszentrum entsteht ein Betriebsgebäude, das in mehrfacher Hinsicht als exemplarisch betrachtet werden kann. Aus einem nicht mehr genutzten Stall entstehen moderne Arbeitsplätze für 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gebaut wird mit Stroh, Holz und Lehm aus der eigenen Baugrube und geheizt wird mit einem riesigen Eisspeicher. „Vom Ansatz war mit wichtig, dass das weiterleben kann, was hier durch meinen Vater entstanden ist”, so Architekt und Bauherr Georg Bechter.

Klimabewusstes Bauen

Viele heimische Unternehmen sind derzeit intensiv auf der Baustelle beschäftigt, denn der Einzugstermin ist auf 20. August terminisiert. Auf klimabewusstes Bauen wird größter Wert gelegt. So entstehen aus heimischem Holz verschiedene Büro- und Werkstattebenen. Isoliert wird mit Stroh, darüber kommt ein Lehmverputz. Ein geschliffener Lehmboden sorgt in dem Großraumbüro für eine angenehme Atmosphäre. Dazu mussten 75 Tonnen Erde in einem speziellen Verfahren in den Boden eingearbeitet werden. Der sichtbare Schallschutz für die Decken besteht aus gefilzter Schafwolle. Die alte Jauchegrube wird gleich mitverwendet. Diese wird zum Eisspeicher, der als Heizung dient. Wenn Wasser seinen Aggregatzustand ändert und zu Eis gefriert, gibt es Energie ab, die mithilfe einer Wärmepumpe zum Heizen genutzt werden kann. „So können wir interne Potentiale bestens nützen“, erläutert Georg Bechter die Intentionen.

Licht als Thema

Neben dem Architekturbüro wird auch die Firma Georg Bechter Licht in das neue Projekt übersiedeln. Bisher war man an mehreren Standorten tätig. Auf einen klugen logistischen Ablauf sowie ein angenehmes Arbeitsklima im neuen Betriebsgebäude legt Bechter größten Wert. „Licht ist mein Thema. Nach vielen Jahren der Entwicklung sind wir in Vorarlberg angekommen“, so Bechter. Natürlich setzte der Architekt bei seinem Haus auch einige sehr kreative Ideen um. So entsteht sonnenseitig ein riesiger Wintergarten mit Pflanzenbeeten, Gemeinschaftszonen und Küche. Glasaugen in den Betondecken sorgen für spezielle Lichteffekte. Ein großer „Lichttrichter“ bringt zusätzliches Tageslicht in das Großraumbüro und für beeindruckende Ausblicke und als Raum für Kommunikation bietet sich der „Lufttrichter“ an. ME

 

 

 

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