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Staatspreis für Vorarlberger Architekturbüro

Miriam Seiler, Gesellschafterin von Baumschlager Hutter Partners (vorne rechts im weißen Hosenanzug), nahm von Ministerin Maria Patek den Staatspreis Architektur & Nachhaltigkeit für den Neubau des TÜWI-Gebäudes in Wien entgegen.
Miriam Seiler, Gesellschafterin von Baumschlager Hutter Partners (vorne rechts im weißen Hosenanzug), nahm von Ministerin Maria Patek den Staatspreis Architektur & Nachhaltigkeit für den Neubau des TÜWI-Gebäudes in Wien entgegen. ©klimaaktiv/Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus/APA-Fotoservice/Schedl
Baumschlager Hutter Partners aus Vorarlberg ist für den Neubau des TÜWI-Gebäudes in Wien mit dem österreichischen Staatspreis Architektur & Nachhaltigkeit ausgezeichnet worden.

Eine Nominierung erhielt das Architekturbüro mit Standorten in Dornbirn, Wien, München, Heerbrugg, St. Gallen und Zürich für die Schule am See in Hard. Ministerin Maria Patek lobte die ausgezeichneten Projekte als „beispielgebend dafür, dass höchste Ansprüche an die Baukultur und die Anliegen des Klimaschutzes Hand in Hand gehen können“.

Doppelt ausgezeichnet

Gleich doppelt ausgezeichnet wurde das Architekturbüro Baumschlager Hutter Partners bei der Verleihung des Staatspreises Architektur & Nachhaltigkeit am Montagabend in Wien. Der Neubau des sogenannten „Türkenwirt-Gebäudes“ der Universität für Bodenkultur in Wien erhielt einen Staatspreis, die „Schule am See“ in Hard wurde auf die Short-List gesetzt.

Der österreichische Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal verliehen. Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek lobte die „herausragenden Ergebnisse“, die zeigen, „dass Baukultur und Klimaschutz Hand in Hand gehen können“. Der Vorsitzende der Jury, Prof. Roland Gnaiger, sprach von einer „ungeheuer hohen Qualitätsdichte“ und „großartigen Projekten“.

„Architektonische und ökologische Qualität zu verbinden, ist eine Triebfeder unserer Arbeit. Umso mehr freuen wir uns über diese Auszeichnung“, betont Carlo Baumschlager, gemeinsam mit Jesco Hutter Hauptgesellschafter von Baumschlager Hutter Partners. „Bei beiden ausgezeichneten Projekten werden Architektur und Nachhaltigkeit für die Nutzer als besondere Qualitäten spürbar.“

TÜWI-Gebäude vorbildlich

Vorbildlich ist nach Ansicht der Jury der Neubau des TÜWI-Gebäudes der Universität für Bodenkultur. Im Vorgängerbau war unter anderem das legendäre, in studentischer Selbstverwaltung geführte TÜWI-Beisl untergebracht; der Abriss war von Protesten begleitet. Der 2018 fertiggestellte Neubau beherbergt unter anderem ein neues TÜWI-Beisl samt Hofladen, drei Institute, einen Hörsaal für 400 Studierende und eine Mensa.

Ein begrünter Vorgarten, Gastgärten zu ebener Erde und im abgesenkten Hof, sowie eine mit Photovoltaik‐Anlage gedeckte Pergola auf dem Dach: Der von Baumschlager Hutter Partners entworfene neue TÜWI wirkt äußerst einladend, befand die Jury des Staatspreises für Architektur und Nachhaltigkeit. ©Lukas Schaller

„Ein begrünter Vorgarten, Gastgärten zu ebener Erde und im abgesenkten Hof, sowie eine mit Photovoltaik‐Anlage gedeckte Pergola auf dem Dach: Das neue Gebäude der BOKU wirkt äußerst einladend. Geschickt gegliedert passt sich das Volumen an die umliegende Villenbebauung an“, schildert die Jury des Staatspreises in ihrer Begründung.

Ungefähr die Hälfte der Nutzfläche befindet sich im Untergrund. Auch energetisch bringt das Vorteile: Denn Räume, die von Erde umgeben sind, benötigen kaum Heizung und Kühlung. Die restliche Energie fördern 14 Geothermiesonden zusammen mit einer Wärmepumpe.

Flexibilität in der Schule am See

Besondere architektonische Qualität zeichnet auch den Neubau der „Schule am See“ in Hard aus. Dort sind eine Volksschule und eine Mittelschule für 660 Schülerinnen und Schüler untergebracht, die eng zusammenarbeiten. Beide Schulen setzen stark auf neue Lernformen. Baumschlager Hutter Partners konzipierten dafür Cluster, die Raum für frei organisierbare Zusammenarbeit schaffen. Die Klassen selbst können ein Ort der Ruhe sein.

Baumschlager Hutter Partners konzipierten für die „Schule am See“ in Hard Cluster, die Raum für frei organisierbare Zusammenarbeit schaffen. Das Projekt wurde für die Short-List des diesjährigen Staatspreises für Architektur und Nachhaltigkeit ausgewählt. ©Albrecht Imanuel Schnabel

Das optimale Zusammenspiel von Fassade, Haustechnik und Beleuchtung wurde bereits vor Baubeginn durch Simulationen und Mockups überprüft und nachgewiesen. Die Nachhaltigkeit wird durch einen außergewöhnlich hohen Punktwert beim Kommunalgebäudeausweis unter Beweis gestellt.

2017: Schule am See im Bau

(Red.)

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