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St. Anton: Streit um ersten Nahversorger

St. Anton: Standort-Streit um ersten Nahversorger
St. Anton: Standort-Streit um ersten Nahversorger ©VN
Wie einige Kleingemeinden im Vorarlberg hat auch St. Anton im Montafon kein eigenes Lebensmittelgeschäft im Ort. Seit mehr als zwei Jahren gibt es allerdings konkrete Überlegungen und Pläne dazu. Nun befindet man sich allerdings in einer Pattsituation.

Für die Bevölkerung ist ein Nahversorger der größte Wunsch. Doch die Frage, wo im Ort denn nun ein Geschäft gebaut werden soll, spaltet jetzt die Gemeinevertretung wie "Vorarlberg Heute" berichtet.

Raimund Schuler, Bürgermeister der Gemeinde St. Anton im Montafon befürwortet einen Supermarkt zwischen Gemeindeamt und Bäckerei Stüttler: "Das Projekt haben wir 2018 der Gemeindevertretung präsentiert und das wäre eigentlich zügig umsetzbar gewesen." Die entsprechende Widmung wäre bereits vorhanden.

Gegner favorisieren andere Lösung

Allerdings gebe es seit einigen Monaten innerhalb der Gemeindevertretung Gegenstimmen, obwohl es sich in St. Anton im Montafon um eine Einheitsliste handelt. Der Grund: Die Gegner favorisieren einen anderen Standort - unterhalb der L188. Ein 3.500 m² großes Grundstück im Eigentum der Montafoner Bahn.

Einer der Befürworter für die Lösung unterhalb der L188 ist Alt-Bürgermeister Rudolf Lerch. Dort könnten "auch andere Gewerbebetriebe untergebracht werden", sagte er gegenüber Vorarlberg Heute. Bürgermeister Schuler hat jedoch Schwierigkeiten mit dem Standort: "Der Nachteil wäre, dass die Widmung nicht besteht und 98 Prozent der Bevölkerung die mit täglich im Schnitt 14.000 Fahrzeugen stark frequentierte Straße überqueren müssten.“ Lerch erkennt das Problem, hat dafür aber auch eine mögliche Lösung parat: "Ich denke, das ist mit gutem Willen vernünftig zu lösen mit einer Verkehrsinsel, mit einer Linksabbiegespur, aber das ist der einzige offensichtliche Nachteil."

(Red.)

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